1. Es heißt "Irgendwie anders"

    Bürger lesen Texte von Ausgrenzung und Integration

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    BAD REHBURG (jan). Literatur vom Anderssein vorlesen – das ist die Aufgabe, die der Förderverein der "Romantik Bad Rehburg" und das Rehburg-Loccumer Stolperstein-Projekt einigen Rehburg-Loccumern gestellt haben. Innerhalb des Winterforums werden diese Rehburg-Loccumer ausgewählte Texte am Mittwoch, dem 25. November, 19.30 Uhr, in der "Romantik Bad Rehburg" vortragen.

    "Irgendwie Anders"– der Titel eines Bilderbuchs - ist die Initialzündung für die Lesung gewesen. Diese Geschichte erzählt von einem kleinen Wesen mit dem Namen "Irgendwie Anders", das durch sein Anderssein von allen ausgegrenzt wird. Berichtet von seinen Versuchen, genau wie alle anderen zu sein, der Erkenntnis, dass das nicht funktioniert, und auch davon, dass das Anderssein nicht nur auf einer Seite beruht, sondern letztlich alle irgendwie anders sind. Die Aussicht, dass alle, die anders sind, zusammenrücken können, wird am Ende des Bilderbuchs beschrieben. Texte von Autoren, deren Werke die Nazis 1933 verbrannten, standen bei einer ähnlichen Lesung des Winterforums im vergangenen Jahr im Mittelpunkt. Tragische Aspekte suchten sich die Vorleser seinerzeit ebenso aus, wie auch humorvolle Passagen –ähnlich werden es die Vorleser dieses Jahres handhaben. "Wir wollen eine Lesung gestalten, die durchaus zum Nachdenken anregt", sagt der Vorsitzende des Fördervereins der "Romantik", Dieter Hüsemann, "das heißt aber nicht, dass sie nur von schwerwiegenden Themen bestimmt wird." Gemeinsam mit Renate Lehmann, die im vergangenen Jahr selbst auf der Bühne saß und aus Tucholskys Werken las, bereitet er die Lesung vor. Ausgrenzung werde ein Thema sein, sagen beide. Ausgrenzung, die zur Zeit des Nationalsozialismus an einigen Gruppen festgemacht worden sei. Ausgegrenzt werde in der gelebten Wirklichkeit aber auch heute noch. Beispiele in der Literatur sind keine Mangelware. Dem entgegen sollen aber auch Beispiele stehen, die heute unter den Begriff Integration fallen, die gerne auch frech oder lustig sein dürfen, sarkastisch oder überdreht, die voller Leidenschaft daher kommen können oder ganz pragmatisch dargestellt sind. Die Auswahl wird, wie gesagt, den Vorlesern überlassen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Ein Hut wird zum Ende herumgereicht – der Erlös kommt je zur Hälfte dem Förderverein der "Romantik" und dem Stolperstein-Projekt zugute.Foto: jan

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