WUNSTORF (tau). Zur Eröffnung der Kunstausstellung "Transparenzen" sind am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Besucher gekommen. Sie wollten sich den ersten besonderen Durchblick auf die Werke von Rainer Grimm nicht entgehen lassen, aber auch hören, was die Malerin und Kunstpädagogin Kristina Henze über den Kollegen Grimm und dessen Schöpfungen zu sagen hatte. Diese sind vor allem vielschichtig, laden zwar zum schnellen Anblick ein, sollten aber doch mit Zeit und Muse betrachtet werden, empfahl die Laudatorin. Denn bei den Objekten und Bildern der Ausstellung "Transparenzen" ist nichts so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Rainer Grimm habe Botschaften in seine Werke eingearbeitet, die mal verständlich mal unbegreiflich sind. Grimm habe es geschafft, das Vertraute fremd werden zu lassen, so Henze. Auf diese Weise entstehe ein neuer Zusammenhang und ein Spiel mit der Wahrnehmung des Betrachters. Er schichtet in seinen Objekten beispielsweise verschiedene Plexiglasebenen übereinander, die dann je nach Betrachtungswinkel eine bildliche Dynamik entfalten. Abstrakte Formen, die sich überschneiden, fügen sich durch Bewegung des Objekts zu einem Bild zusammen. "Der Tanz" nennt der Künstler dieses Werk, das Räumlichkeit nur vorgibt.
Es geht um Perspektiven, aber auch um Verzerrungen. Grimm arbeitet jedoch immer mit geometrischen Formen, also einer stringenten Grundstruktur, über die er die Fragmente eines Bildes legt. Die Ausstellung ist noch bis zum 22. November in der Abtei zu sehen. Foto: tau
