1. Panzerbrigade 21 trainiert in Polen

    Übung mit 3.400 Soldaten aus fünf Nationen

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    Bemowo Piskie/Augustdorf . Bis Mitte Dezember trainieren rund 500 Soldatinnen und Soldaten der Panzerbrigade 21 "Lipperland" gemeinsam mit Streitkräften aus fünf Nationen im Norden Polens. Die "212er" haben bereits Ende Oktober wieder die Heimreise in die Sennegemeinde angetreten. Sie waren Teil der Übung "Dragon 15" mit insgesamt 3.400 Soldaten aus Polen, Großbritannien, Kanada und Deutschland. Unter der Leitung des polnischen Generalstabskommandos übten sie komplexe militärische Operationen, erklärte die Bundeswehr in einer Pressemitteilung. Geführt wurden die deutschen Übungsteilnehmer vom Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 212, Oberstleutnant Richard Stöver. Der berichtete: "Eine besondere Herausforderung ist die Abstimmung mit den polnischen Streitkräften." Der Kommandeur des Augustdorfer Kampftruppenbataillons war täglich mehrere Stunden unterwegs, um die Planungen mit den Führungsstäben der 11. Polnischen Panzerkavalleriedivision, anderen Verbänden und Truppenteilen sowie mit den britischen Kommandeuren abzusprechen. "Sprachliche Hindernisse erschweren hier unsere Arbeit, doch schlussendlich kommen wir immer zu einem Ergebnis", so der 43-jährige Generalstabsoffizier, der seit rund einem Jahr an der Spitze der Augustdorfer Panzergrenadiere steht. Er forderte auch von seinen Soldaten Improvisationsvermögen, gegenseitiges Verständnis und Gelassenheit. Verstärkt werden die Augustdorfer Panzergrenadiere durch Soldaten der 3. Kompanie des Panzerbataillon 203, das ebenfalls in der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne stationiert ist. Zusätzlich unterstützen rund 60 Soldatinnen und Soldaten die Übung auf dem Truppenübungsplatz Orzysz. Sie kümmerten sich um die logistische Versorgung, die Instandsetzung der 100 Ketten-und Radfahrzeuge, darunter Schützenpanzer Marder und Kampfpanzer des Typs Leopard, sowie die sanitätsdienstliche Unterstützung der Übungstruppe. Die Bedeutung der Beteiligung der Panzerbrigade 21 "Lipperland" an den Übungsvorhaben, die im Rahmen der ständigen Präsenzerhöhung der NATO-Streitkräfte im östlichen Bündnisgebiet stattfinden, verdeutlichte Generalleutnant Carsten Jacobson, der am 16. Oktober die deutschen Einsatzkräfte vor Ort besuchte. "Wir senden mit unserer Anwesenheit ein deutliches Zeichen", betonte Jacobson bei seinem Besuch bei der Truppe. Neben dem hochrangigen Gast aus Deutschland standen Besuche des polnischen Verteidigungsministers sowie des Staatspräsidenten des Nachbarlandes auf dem Programm. "Multinationale Übungen dieser Art sind eben etwas Besonderes", stellt Oberstleutnant Richard Stöver fest. Abgelöst wurden die "212er" zunächst durch Personal des Panzerbataillons 203, das Ende November an einer weiteren multinationalen Großübung teilnehmen wird. Bis Mitte Dezember wird abschließend die 4. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 212 den Aufenthalt bei den polnischen Verbündeten beenden.

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