1. "Liebe pur" im Pyrmonter Lindenhof

    Der Frauenchor "Singfonie" präsentiert am Samstag sein Jahreskonzert

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    Bad Pyrmont/Lügde (afk). Der Frauenchor "Singfonie" ist in Bad Pyrmont und Umgebung längst kein Unbekannter mehr. Seit vielen Jahren ist er auch jährlich zweimal im Programm des Staatsbades vertreten. Dazu kommen viele Konzerte. Am kommenden Samstag, 7. November, wird um 17 Uhr sein Jahreskonzert in der Gemeinschaftseinrichtung "Lindenhof" an der Grießemer Straße in Bad Pyrmont stattfinden. Noch ist nicht alles perfekt. Und das kann es auch nicht sein, denn bis zum Konzert am Samstag stehen noch einige Proben an. "Singfonie"-Chorleiterin Karin Brüggemann ist erfahren genug, um den aktuellen Leistungsstand mit dem gewünschten Ziel des möglichst perfekten Konzerts richtig einzuordnen: "Zu feilen gibt es immer was bis zum letzten Moment. Das wird auch so bleiben und sogar noch eine Stunde vor dem Konzert kann es so sein, dass man noch etwas an irgendetwas ändert. Wir sind Menschen, wir singen live und wir sind keine Profis. Ich bin jedenfalls mit dem jetzige Leistungsstand recht zufrieden und ich bin sehr zuversichtlich, dass es an dem Tag, wenn es klappen soll, auch klappen wird." Der Frauenchor hat sich für dieses Konzert das Motto "Liebe pur" ausgesucht – ein auch musikalisch schier unerschöpfliches Thema. Die Pyrmonter Sängerinnen haben viele moderne und ältere Liebeslieder im Repertoire, aber es wurde auch vieles Neues dafür einstudiert. Daraus hat man sich gemeinschaftlich ein attraktives 90-minütiges Programm zusammengestellt. "Wir haben zum Großteil englischsprachige Literatur, Elvis, die Beatles, Amerikanisches, Mittelalterliches und auch ein neuzeitliches modernes Stück über ein Rendezvous, das ganz anders verläuft, als man es eigentlich erwartet. Mit dieser Mischung hoffen wir natürlich den musikalischen Geschmack von möglichst vielen zu treffen", sagt Karin Brüggemann. Aber vor den Erfolg hat auch die Muse den Fleiß gesetzt. Seit Juni üben die 40 Sängerinnen aus Bad Pyrmont, Lügde, Elbrinxen, Rischenau, Schieder und Polle, seit vier Wochen sogar zweimal wöchentlich. Das verlangt den Stimmbändern schon einiges ab und fordert auch die Kondition. Denn bei den Proben ist das mit dem einfachen Absingen der Lieder nicht getan. Da müssen Passagen immer wieder korrigiert werden, die Aussprache ist dabei ebenso ein Ansatzpunkt für Verbesserungen wie auch das Halten der Tonhöhen. Das geht dann auch schon in der Kritik etwas hemdsärmelig zu, nie verletzend, aber durchaus fordernd, denn am Ende soll ein hörbares Ergebnis stehen. Karin Brüggemann pflegt dabei gegenüber ihren Damen auch durchaus mal das (sehr) offene Wort, das aber hinter den Kulissen bleibt. "Warum müsst ihr mich immer erst ärgern", ruft sie scherzend und schlägt am Klavier die nächsten Tonfolgen an, die sie von ihren Sängerinnen jetzt hören will. Bei einigen Liedern tuen sich die Damen leichter, die sitzen schon fast perfekt. Bei einem Elvis-Titel muss noch hart gearbeitet werden, damit auch das "Love me tender" auf Deutsch so perfekt klingen kann, wie schon jetzt der Beach Boys Hit "Barbara Ann" ebenso gut klappt wie die Titelmelodie aus dem Titanic-Film "My heart will go on" mit Soloeinlage. Aber auch ein Sextett hat noch was auf Lager und übt gesondert in einer Schaffenspause der anderen. Am Ende der zweistündigen Probe an diesem Abend gibt’s dann einen Schluck Sekt zur Belohnung. Die Fans und Freunde des qualitätsvollen Chorgesangs werden am Samstag wieder auf ihre Kosten kommen. Das garantiert schon allein der Name "Singfonie". Wie der Chor mitteilt, gibt es noch ein paar Karten an der Tageskasse.

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