Kreis Lippe. Sie fliehen vor Krieg und Verfolgung, haben eine entbehrungsreiche Reise hinter sich und kommen allein nach Deutschland: Junge Menschen, sogenannte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF), die aktuell in Deutschland nach einer sicheren Zukunft suchen. Um 20 solcher jungen Menschen – meist im Alter von 16 oder 17 Jahren – hat sich zwischen Februar und September allein das lippische Kreisjugendamt gekümm ert. "Hier angekommen, richtet das Kreisjugendamt dann eine Vormundschaft für sie ein, die die rechtlichen Angelegenheiten regelt, und kümmert sich anschließend um eine geeignete Unterbringung, meistens in einem Heim. Eine gute Alternative ist die Unterbringung in einer Pflegefamilie, die die Jugendlichen bei den ersten Schritten in Richtung Integration begleitet", erklärt Karl-Eitel John, Leiter des Fachbereichs Familie und Soziales des Kreises Lippe. Interessierte Familien sollten ein Zimmer zur Verfügung stellen können und bereit sein, den Jugendlichen in ihren Alltag mit einzubeziehen. Die finanzielle Versorgung sowie Beratung und Begleitung der Jugendlichen übernimmt das Kreisjugendamt. Die Mitarbeiter bieten in Kooperation mit der evangelischen Familienbildung der Lippischen Landeskirche außerdem auch eine Schulung an, mit der sich interessierte Familien auf die Aufgabe vorbereiten können. Bei diesem Angebot, das voraussichtlich im Januar 2016 startet, können Interessierte mehr über die Situation der minderjährigen Flüchtlinge und die auf sie zukommenden Aufgaben sowie die Rahmenbedingungen erfahren.
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Kreis sucht Pflegefamilien
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