1. Joseph-Rovan-Preis für die Lemgoer

    Auszeichnung für großes Engagement der Partnerschaftsgesellschaft

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    Lemgo . Die Partnerschaftsgesellschaft der Alten Hansestadt Lemgo ist in Berlin mit dem "Prix Joseph Rovan" ausgezeichnet worden. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Torsten Buncher, und die Vorstandsmitglieder Hedwig Hörsch und Julia Johnson nahmen am vergangenen Wochenende die Auszeichnung aus der Hand des französischen Botschafters in Deutschland, Philippe Etienne, entgegen. Begleitet wurden sie vom Vorsitzenden der Städtepartnerschaft aus Vandoeuvre, Charles Culli, der eigens dazu angereist war. Botschafter Philippe Etienne würdigte die Aktivitäten der Partnerschaftsgesellschaft insgesamt, hob aber vor allem das laufende digitale Projekt im Rahmen des 100. Jahrestages des Ersten Weltkrieges hervor. Es trägt den Titel "Heimatfront Lemgo" und ist so angelegt, dass auch Materialien, von Beverley und Vandoeuvre hinzugefügt werden können. Das Projekt startete bereits 2013 und wird mit Hilfe von Schülerinnen und Schülern des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums, des Stadtarchivs, IT Lemgo und vielen anderen weitergeführt. Der Öffentlichkeit zugänglich ist es unter der Webseite "www.heimatfront-lemgo.de". Die Übersetzungen der Archivmaterialien ins Französische leisteten Lehrkräfte und Freunde aus der Partnerstadt in Lothringen. Der Joseph-Rovan-Preis wird seit 2006 alljährlich vom französischen Botschafter in Deutschland an verdiente Partnerschaftsgesellschaften verliehen. Den mit 3.000 Euro dotierten Preis teilen sich in diesem Jahr drei Deutsch-Französische Gesellschaften. Die Partnerschaftsgesellschaft Lemgo errang den zweiten Platz hinter der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft. Platz drei belegte Magdeburg. Einen Sonderpreis erhielten junge Deutsche und Franzosen für die gemeinsame Erstellung einer Webplattform zur Verwaltung von Praktikumsplätzen und Bildungsreisen. Namenspatron des Preises ist Joseph Rovan (1918 bis 2004). Der aus München stammende Joseph Rosenthal emigrierte 1934 nach Frankreich und nahm dort den Namen Rovan an. Trotz seiner Verhaftung durch die Gestapo und seiner Deportation ins KZ Dachau im Jahre 1944 setzte sich Rovan nach seiner Befreiung bis zu seinem Tode aktiv für die deutsch-französische Verständigung ein. Er war unter anderem Träger des Deutschen Nationalpreises und des Französischen Verdienstordens. Ehrengast des Tages war die langjährige NRW-Ministerin für Europaangelegenheiten, Dr. Angelica Schwall-Düren, die erst im Frühjahr 2015 die Stadt Lemgo als Europaaktive Kommune ausgezeichnet hatte. Sie tauschte sich während des Essens intensiv mit dem Boschafter, Philippe Etienne, und dem Lemgoer Vorsitzenden, Torsten Buncher, über die Möglichkeiten der Gestaltung von Städtepartnerschaften aus. Die Vorstände aus Vandoeuvre und Lemgo waren sehr zufrieden ob der hohen Auszeichnung. Die Städtepartnerschaft währt jetzt schon 37 Jahre und es geht immer noch voran. Ende November wird die Ausstellung "Mein Lemgo" in Vandoeuvre eröffnet.

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