1. Weitere Helfer werden dringend benötigt

    Ulrike Danesh organisiert die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Detmold

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    Detmold (ab). Seit Ende September ist die Stadt Detmold wieder in der Zuweisung für Asylbewerber. Das heißt, neben den Flüchtlingen, die jeweils vorrübergehend in der Notunterkunft untergebracht werden, kommen pro Monat rund 120 Menschen nach Detmold, die meist für längere Zeit bleiben. Um sie zu betreuen und zu integrieren setzt die Stadt auch auf ehrenamtliche Flüchtlingshelfer. Koordiniert werden sie ab sofort von Ulrike Danesh. Zunächst wird sich Ulrike Danesh einen Überblick verschaffen über Bedarfe und bestehende Hilfsangebote und Initiativen. Zu ihren Aufgaben gehören außerdem der Ausbau und die Begleitung des stadtweiten Unterstützungsnetzwerkes für Flüchtlinge. Dringend gebraucht werden Menschen, die den Flüchtlingen beim Deutschlernen helfen, erklärte Danesh beim Pressegespräch am Dienstag. "Dafür muss man kein Lehrer sein, es reicht, wenn man Deutsch spricht". Sie freue sich auch über Helfer die beispielsweise Arabisch sprechen, um zu übersetzen und etwa syrischen Flüchtlingen bei Arztbesuchen und Behördengängen zu helfen, sagte Danesh. Die 57-jährige Sozialarbeiterin arbeitet bereits seit sieben Jahren bei der Stadt Detmold; zuletzt als Schulsozialarbeiterin mit halber Stelle in der Realschule I und mit der anderen halben Stelle bereits in der Kontaktstelle für Asylbewerber, untergebracht im Sozialamt an der Grabenstraße. Derzeit gehe man davon aus, dass monatlich 120 neue Asylbewerber nach Detmold kommen, ein Großteil werde dauerhaft in der Stadt bleiben, "wir reden von Stadtzuwachs", betonte Ilona Oesterhaus, Fachbereichsleiterin für Jugend, Schule, Soziales und Sport. Dementsprechend werde man auch das hauptamtliche Personal, derzeit sind es vier Sozialarbeiter, aufstocken. Die Unterbringung von Asylbewerbern sei in Detmold bisher problemlos verlaufen, betonte Stefan Fenneker, Integrationskoordinator der Stadt. Das liege auch daran, dass die Unterkünfte an der Heldmanstraße, im Poggenpohl, an der Willi-Schramm-Straße, an der Leistruper-Wald-Straße und im Lindenort relativ klein und dezentral angelegt sind, meinte Danesh. Maximal 60 Menschen sind es pro Unterkunft. Derzeit werden weitere eingerichtet, unter anderem in Spork-Eichholz und Remmighausen. Hier hat sich bereits der "Unterstützerkreis Spork-Eichholz/Remmighausen/Schönemark gegründet. Rund um die Notunterkunft an der Adenauerstraße gebe es schon ein großes ehrenamtliches Engagement, sagte Ilona Oesterhaus. Viele weitere Detmolder wollen helfen. Mit der neuen Koordinatorin wolle man bestehenden Initiativen nichts überstülpen, sondern wie bei einer Börse Angebote und Nachfrage vermitteln. Ab sofort können sich interessierte Bürger, Vereine und Institutionen bei Ulrike Danesh melden unter der Rufnummer (05231) 977900 oder per E-Mail an "u.danesh@detmold.de".

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