1. "Wanderkreuz" kommt

    Skulptur wird trotz Protesten installiert

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    Horn-Bad Meinberg/Kreis Lippe . Die Errichtung eines Wanderkreuzes auf dem Areal der Externsteine ist beschlossene Sache: Das Kuratorium der Denkmal-Stiftung und die Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe haben dem Projekt am Mittwoch zugestimmt – trotz Protesten aus den Reihen des Heimatbundes und der Schutzgemeinschaft Externsteine. Das Wanderkreuz ist ein Teil des Projektes "Wanderkompetenzzentrum". Nach negativen Reaktionen auf den ersten Skulpturenentwurf von Künstler Alfred Bullermann wurde das Konzept noch einmal überarbeitet. Günter Weigel, Leiter der Wirtschaftsförderung des Kreises Lippe, zufolge, habe man die Gestaltung deutlich verändert, schreibt der Landesverband in einer Mitteilung. Die Höhe der Eichenstele sei reduziert, auf fest installierte Feuerstellen werde verzichtet. Außerdem soll die Skulptur nun auf einer Wiese an der Gastronomie "Zum Felsenwirt", außerhalb des Naturschutzgebietes stehen und nicht, wie ursprünglich geplant, auf der Wiese nordöstlich der Externsteine. Sie trete damit optisch nicht in Konkurrenz zum Naturdenkmal. Der lippische Heimatbund sowie der Heimatverein Horn lehnen allerdings auch das überarbeitete Wanderkreuz ab. Die Vorsitzenden Friedrich Brakemeier und Anne Oelers-Albertin erklärten: "Auch nach dem zweiten Runden Tisch sind unsere Bedenken nicht ausgeräumt." Die geplante Skulptur habe nichts mit der ursprünglichen Idee eines "Europäischen Wanderwegekreuzes" zu tun. "Es fehlt ein jeglicher Bezug auf das Wandern", bedauern die beiden. Daher sprächen die Initiatoren nun auch von einem "Friedensraum". Skulptur und geplante Veranstaltungen würden diesen Namen nach ihrer Überzeugung aber nicht verdienen, so Brakemeier und Oelers-Albertin. Zwar wird auf die Schmiedeöfen verzichtet , einmal im Jahr sollen aber im Rahmen eines "großen Events" Nägel geschmiedet, für einen guten Zweck verkauft und in die Stele eingeschlagen werden. "Wir fühlen uns immer noch an die Kriegsnagelungen während des 1. Weltkrieges und an die Kunstschmiede bei den Externsteinen erinnert, die für den Umbau der Wewelsburg zur SS-Ordensburg vorübergehend dort eingerichtet wurde", kritisieren die Vertreter der Heimatbundes und -vereins. Sie begrüßten die Verlegung des Standortes. Dennoch seien derartige Nagelungsaktionen an diesem geschichtsträchtigen und sensiblen Ort pikant. Ihr Fazit. "Die Externsteine, in einem wunderbaren Naturschutzgebiet gelegen, sind bereits ein Friedensraum. Und dabei sollte man es auch belassen!" Dieser Einsprüche zum Trotz hat die Wirtschaftsförderung des Kreises Lippe die Skulptur, die als Symbol für das Wanderkreuz stehen soll, in Auftrag gegeben und will das Kunstwerk im Rahmen des Gesamtprojekts "Wanderkompetenzzentrum" auf dem Areal der Externsteine errichten. Die Verpflichtungen, die sich aus dem Unterhalt und die Instandhaltung des Wanderkreuzes ergeben, werden zwischen der Denkmal-Stiftung und dem Kreis Lippe abgestimmt, heißt es seitens des Landesverbandes. Über die Vorstellung der Skulptur gegenüber der Öffentlichkeit sowie über Veranstaltungen, die dort stattfinden sollen, sei noch eine Vereinbarung zu treffen.

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