1. Ein buntes Fest für die Augen

    Zu ihrem Jubiläum führte die Jazztanz-Abteilung "Kalle und Karlotta" auf

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    Oerlinghausen (kd). Wer ein Jubiläum feiert, erhält üblicherweise Geschenke. Zu ihrem zwanzigjährigen Bestehen machte sich die Jazztanz-Abbteilung des TSV Oerlinghausen aber auch sich selbst ein Geschenk. Die Aufführung des Musicals "Kalle und Karlotta – Ein kleiner Drache auf Weltreise" in der Aula des Niklas-Luhmann-Gymnasiums wurde zum großen Vergnügen für die Zuschauer wie für die Ausführenden. Kalle ist ein wahrer Globetrotter und aus jedem Land, das er besucht, schreibt er einen Brief an Karlotta. Mit dieser Geschichte bot die aktuelle Einstudierung allen neun Trainingsgruppen einen Auftritt. Die verschiedenen Reiseziele des kleinen Drachen wurden auf unterschiedliche Weise dargestellt. Dabei boten sowohl die tänzerischen Leistungen wie das wechselnde Bühnenbild als auch die einfallsreichen Kostüme eine Fülle an Eindrücken für das Auge.

    Wie sich im Garten aus einer kleinen Raupe ein Schmetterling entwickelt, zeigten die Kinder der Tänzerischen Früherziehung. Nach ihrem mit viel Applaus bedachten Auftritt wurden sie von ihren Eltern im Publikum wieder in Empfang genommen. Für die übrigen Tänzerinnen und Tänzer begann da erst die rasante Abfolge der einzelnen Szenen. Vor jeder Station las Karlotta (Nina Forntheil) den Brief des kleinen Weltenbummlers vor. In Italien zum Beispiel freute er sich, dass an jeder Ecke ein Eismann steht. Vor der Silhouette des schiefen Turms von Pisa zeigte die Hip-Hop-Gruppe zur Musik von Adriano Celentano eine flotte Disco-Choreografie. Der Abstecher nach Ägypten wurde mit Bauchtanz-Anklängen illustriert. Ging es beim Aufenthalt in Neuseeland etwas ruhiger und getragener zu, so zeigten die Dienstagsfrauen einen mitreißenden Samba. Das Publikum in der Aula klatschte den Rhythmus begeistert mit. Den Besuch in Istanbul versinnbildlichte eine Mischung aus Tradition und Moderne, aus Bauchtanz- und Disco-Elementen. Der typische Hüftschwung durfte hier nicht fehlen. Mit einem ironischen Augenzwinkern ging es nach Österreich. Die Tänzerinnen hatten sich in Dirndl gewandet und zeigten mit "I sing ein Lied für di" eine Parodie auf den alpinen Volkstanz. Auch für die übrigen Stationen der Reise hatten die Tänzerinnen und Tänzer viele kreative Einfälle umgesetzt. So tauchten beim Aufenthalt in Paris plötzlich Figuren des Can-Can auf. Nicht zuletzt die individuellen, sehr aufwändigen Kostüme boten ein sinnliches Erlebnis. Den Übungsleiterinnen Katharina Baehr, Petra Baehr, Mona Drees, Stella Molck, Jessica Ringe und Julia Spickernagel ist zum Jubiläum insgesamt eine großartige Inszenierung gelungen. "Kalle und Karlotta" setzt eine Reihe von anderen Aufführungen fort. Zu den hearusragenden Einstudierungen gehören tänzerisch umgesetzte Musicals wie "Cats for Kids", "Buddy Holly" und "Chorus Line". Das aktuelle Stück ist das insgesamt achte Musical seit Bestehen der Jazztanz-Gruppen. Seit 1999 nehmen sie auch an Wettkämpfen teil und sind dabei regelmäßig sehr erfolgreich. Als "Mutter der Jazztanzgruppen" wurde Petra Baehr bezeichnet und mit einem Blumenstrauß geehrt. "Es waren tolle Jahre, aber ich habe auch eine tolle Nachfolgerin bekommen", sagte Petra Baehr und verwies damit auf Mona Drees, die zugleich für die Gesamtleitung verantwortlich zeichnete.

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