Bad Salzuflen (dib). Im Rahmen der Kulturrucksack-Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen, die vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport gefördert wird, und die an außerschulischen Lernorten kulturelle Bildungsangebote für zehn- bis 14-jährige Jugendliche bereithält, hat der Verein Pro Regio mit dem Netzwerk Integration einen Theater-Workshop veranstaltet, bei dem die Jugendlichen einen Tag lang in die Besonderheiten der Welt des Theaters hineinschnuppern konnten. Unter der Leitung des Theaterpädagogen Canip Gündogdu und der Projektkoordinatorin Sonja Duray haben die meisten Teilnehmer bei kleinen Rollenspielen erste Einblicke gewinnen können. "Es sind aber auch einige dabei, die bereits Theatererfahrung haben, weil sie auch in anderen Theatergruppen mitarbeiten", erklärt Sonja Duray. "Für die meisten ist es aber Neuland, und sie kommen zunächst ziemlich schüchtern und zurückhaltend in die Gruppe, um sich an die Theaterarbeit anzunähern." Ziel des Workshops ist es, die Perspektiven zu wechseln und eigene Grenzen zu überschreiten. Weil die bisher gemachten Erfahrungen bei den zwölf Teilnehmern sehr unterschiedlich sind, hat sich Theaterpädagoge Gündogdu einige Übungen ausgedacht und Abläufe zusammengestellt, um Berührungsängste zu überwinden und die Stimme zu stärken. Die ersten Grenzen mussten die Jugendlichen bereits bei einer Vorstellungsrunde überwinden, weil sie erklären sollten: "Warum bin ich hier?" Doch das hat, so Sonja Duray, hervorragend geklappt. "Und am Ende der Vorstellungsrunde waren alle bereits ganz locker", sagt sie. Als Höhepunkt des Theaterworkshops haben einige Jugendliche sogar eine kleine Spielszene eingeübt, die sie bei der Kulturrucksack-Abschlussveranstaltung in Herford vorgestellt haben.
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Eigene Grenzen überschreiten
Theaterworkshop von Pro Regio und Netzwerk Integration
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