HÜLSEDE (al). Teile der Ortschaft Hülsede sollen künftig nicht mehr von Regenwasserfluten in Mitleidenschaft gezogen werden. Nach zweimaligem Hochwasser im vergangenen Jahr, das Bürgermeisterin Marion Passuth (SPD) schon zum "Jahrhundertereignis" erklärte, ist der Rat mit Hilfe professioneller Planer auf die Suche nach Lösungen gegangen. Zwei Maßnahmen werden jetzt betrieben: Sie kosten noch nicht einmal viel Geld. Einerseits wurde ein Landwirt geben, seinen Acker oberhalb des Ortes nicht mehr in Richtung des Dorfes zu bestellen, sondern quer zur Besiedlung. Dann fließe das Wasser in Richtung des Auffangbeckens an der Steinecke. Ratsherr Frederik Platte (CDU) versprach, dies zumindest alle drei Jahre zu tun, wenn er Zuckerrüben anbaue. Auch pflüge er kaum noch, sondern sorge für Mulchsaat, "die das Wasser auch aufhält". Ansonsten aber bezweifelte er den Nutzen dieses Vorschlages. Dagegen begrüßte er die zweite Absicht, mit Hilfe einer neuen Verrohrung noch weit oberhalb des Dorfes das aus südwestlicher Richtung vom Süntel her fließende Nass weiträumig durch die Feldmark abzuleiten: "Das könnte wirklich was bringen." Der Rat will nun Kosten für die Maßnahme ermitteln und diese bald in Auftrag geben.
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Der Landwirt soll sein Feld nur quer bestellen
Einfache Maßnahmen für mehr Hochwasserschutz
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