1. Volksbank verkleinert Filialnetz

    Filialen " Krumme Weide" in Schötmar und Alverdissen schließen

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Bad Salzuflen (go). Erstmals in ihrer über 110-jährigen Geschichte schließt die Volksbank Bad Salzuflen zwei Filialen. Zum 30. September 2016 werden die Filialen in Alverdissen und in der Krummen Weide in Schötmar geschlossen.

    Zudem wird die Volksbank Bad Salzuflen ihre Geschäftsstellen in Holzhausen, Wüsten, Asemissen, Almena und Langenholzhausen ab dem 2. Januar 2016 nur noch vormittags von 8 bis 13 Uhr für den allgemeinen Besucherverkehr öffnen. Nachmittags stehen die Mitarbeiter in diesen Filialen nur noch für vorab terminierte Beratungsgespräche zur Verfügung. Vor allem der Schritt zur Schließung der beiden Filialen ist der Volksbank nicht leicht gefallen, aber so Vorstandsmitglied Richard Christophelsmeier: "Wir mussten diesen Schnitt machen, denn immer mehr Bankgeschäfte erledigen die Kunden von zu Hause aus per Onlinebanking." Und auch das langanhaltende Niedrigzinsniveau trage dazu bei, dass man Einsparungen vornehmen müsse – und Filialen seien nun mal im Hinblick auf Personal und Unterhaltung/Miete kostenintensiv. "Dennoch wollten wir so moderat und maßvoll wie möglich vorgehen", so Christophelsmeier weiter. So füge es sich gut, dass die beiden Filialleiter in Alverdissen und der "Krummen Weide" zum Schließungszeitpunkt in den Ruhestand gehen. Alverdissen sei als Ein-Mannbetrieb eh nur stundenweise geöffnet gewesen, die Entfernung zur Geschäftsstelle nach Barntrup betrage nur fünf Kilometer. Für die Alverdisser Kunden, die nicht mehr mobil sind, wird es auf Wunsch einen Lieferservice geben. Dann kann nach einem Anruf in Barntrup Bargeld nach Hause gebracht werden. Die verbleibenden zwei Mitarbeiter der Filiale "Krumme Weide" werden in der nur 400 Meter entfernten Hauptstelle in der Schloßstraße in Schötmar weiterbeschäftigt. Die regelmäßigen Besucher der beiden betroffenen Filialen hat die Volksbank bereits schriftlich informiert. Dass es überhaupt mit der Krummen Weide ab 1974 in so geringer Entfernung zur Hauptstelle eine Filiale gab, war der Konkurrenz in der Krummen Weide mit ehemals Commerzbank und Deutscher Bank sowie den Bahnschranken geschuldet. Letztere waren früher – zumindest gefühlt – mehr geschlossen als oben, was zu einer regelrechten "Zweiteilung" Schötmars führte. "Jahrzehntelang war das immer dichter werdende Filialnetz eines unserer wesentlichen Servicemerkmale. Heute gibt es nicht mehr nur diesen Zugangsweg zu uns," erläutert Vorstandsmitglied Matthias Kruse. Vieles, wie Überweisungen oder Abbuchungen, erledigen die Kunden heute, ohne dass ein Mitarbeiter in Anspruch genommen wird. "Im Bereich der qualifizierten Beratung, etwa im Kredit- oder Baufinanzierungsbereich, nehme der Bedarf an Beratung durch Bankmitarbeiter hingegen zu. "Wir werden die Entwicklung der Branche aufmerksam weiter beobachten. Zu weiteren Maßnahmen sieht die Volksbank aktuell keinen Anlass", so Kruse und Christophelsmeier abschließend.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an