WUNSTORF (mk). Unter dem Titel "Transparenzen" präsentiert der Kunstverein Wunstorf e.V. Objekte, Bilder und Drucke des hannoverschen Künstlers Rainer Grimm. Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 1. November, um 11.15 Uhr in der Abtei eröffnet und ist in den folgenden drei Wochen bis zum 22. November dort zu sehen. Kristina Henze, die bekannte Malerin und Kunstpädagogin aus Wennigsen, übernimmt die Einführung in die Arbeiten des Künstlers. Die beiden Jazzmusiker Christoph Bussius, Sopransaxophon, und Heiner Metell, Bassklarinette, werden die Eröffnungsveranstaltung musikalisch umrahmen. Rainer Grimm studierte in Hannover Kunstpädagogik, arbeitete an Grund- und Hauptschulen und ging dann als Assistent an die Universität Hannover, um dort 1984 zum Dr.phil. zu promovieren. Es folgten viele Jahre bis 2004 als Kunsterzieher an der IGS Langenhagen. Gleichzeitig war er Leiter von Fort- und Weiterbildungskursen für Kunstpädagogen sowie Fachmoderator für das Fach Kunst. Neben der Mitgliedschaft der Künstlergruppe Arche in Hameln und des BBK, wurde er 2004 Mitglied der Gruppe7, einer Künstlergruppe, die mit ihren jährlichen Projekten "Wintergärten" weit über Hannover und die Region hinaus bekannt geworden ist, so auch in Wunstorf 2014, im Jahr des 30. Geburtstages des Kunstvereins Wunstorf. Seit 2006 erschienen von ihm zahlreiche Veröffentlichungen. Als Kunstvermittler hält er Vorträge und Eröffnungsreden. "Seit vielen Jahren bin ich ein leidenschaftlicher Zeichner und Maler", sagt der Künstler. "Daneben hat mich schon immer interessiert" fügt er hinzu, "was den meisten Menschen auf den ersten Blick ganz selbstverständlich erscheint - die Tatsache, dass man überhaupt auf Bildern etwas erkennt. Dieses Staunen über unsere Wahrnehmung habe ich nun besonders in den ausgestellten "Transparenzen" thematisiert. Einerseits gibt es Objekte, die aus mehreren Schichten bestehen - auf jede der Schichten sind Fragmente eines Menschen, eines Gebäudes usw. so gemalt, dass sich nur von einem ganz bestimmten Punkt aus ein vollständig gegenständlicher Anblick ergibt. Je weiter man sich nun von diesem "idealen" Standort entfernt, desto mehr beginnen die Bilder sich aufzulösen, bis die einzelnen Formen nahezu völlig abstrakt erscheinen. Bei anderen Objekten werden durch das Übereinanderlegen unterschiedlicher Farben neue Mischungen erzeugt."
Die Ausstellung ist dienstags bis donnerstags sowie sonnabends von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Am Mittwoch, dem 11. November, hält der Künstler um 19 Uhr in der Abtei einen Vortrag zum Thema "Kunst und Illusion".