1. Die "Ära Block" ist vorbei

    Kollegen und Weggefährten verabschieden langjährigen Bürgermeister

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    Horn-Bad Meinberg (cp). "Guten Abend meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist 18 Uhr, ich darf Sie ganz herzlich begrüßen zur Sitzung des Rates." Zum letzten Mal hat Eberhard Block am Dienstag mit diesen Worten die Stadtverordneten und Zuhörer im Rathaus begrüßt – nach mehr als 120 Ratssitzungen in gut 21 Jahren als Bürgermeister der Stadt Horn-Bad Meinberg. Schlicht und bescheiden fiel die Verabschiedung aus, ganz nach Eberhard Blocks Vorstellungen, der sich möglichst wenig Brimborium gewünscht hatte. Dementsprechend drückte Thomas Schneider, Vorsitzender des Personalrats, in wenigen, aber herzlichen Worten seinen Dank für die jahrelange, "konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit" und das "offene Ohr gegenüber allen Mitarbeitern" aus, bevor der Beigeordnete Matthias Engel im Namen der Verwaltung eine Urkunde überreichte. Für Blocks hohen persönlichen Einsatz dankte der stellvertretende Bürgermeister Frank Kuhlmann. Er verglich Block mit einem Lotsen, der das "Schiff Horn-Bad Meinberg" zuweilen über raue See navigieren musste, sich durch fairen Umgang aber viel Vertrauen erworben habe. Gegenwind aus Politik und Bevölkerung habe Block mit Zähigkeit und Konsequenz ausgehalten. Zur Erinnerung überreichten Kuhlmann und Kollege Heinz-Dieter Krüger als Reminiszenz der vergangenen zwei Jahrzehnte ein Fotobuch. "Eine wunderbare Überraschung, ihr habt mich sprachlos gemacht", befand Block. Bevor die Abschiedsfeier im lockeren Rahmen in der Burgscheune weiterging, ergriff Eberhard Block im Ratssaal noch selbst das Wort: "Ich habe Glück gehabt, meinen Beruf hier 23 Jahre ausüben zu dürfen." In den 80er Jahren war der bis dato dienstälteste Bürgermeister NRWs nach Horn-Bad Meinberg gezogen, da noch als Bediensteter der Bezirksregierung Detmold. 1992 wurde er Stadtdirektor, zwei Jahre später wählte ihn der Rat zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt. 1999, 2004 und 2009 gaben ihm auch die Bürger ihre Stimme. "Eine durchwachsene Bilanz mit positivem Tenor" zog Block für diese Zeit als Erster Bürger der Stadt: Manche Aufgabe sei gelöst und mancher Akzent für die Zukunft gesetzt worden, beispielhaft nannte er hier die Entwicklung der Schulen und Kitas, den Erhalt der Freibäder, die Neue Staatsbad GmbH und natürlich den Industriepark Lippe in Belle. "Gleichwohl ist nicht alles, was sinnvoll und erstrebenswert gewesen wäre, erreicht worden", so der Bürgermeister. Staatsbad, Wirtschaft, Stadtfinanzen, strukturelle und demografische Entwicklung der Stadt und die menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen blieben auch weiterhin permanante Herausforderungen, für deren Bewältigung er den Verantwortlichen Kraft, Mut und Weitblick wünschte. Dankesworte gingen an alle Kollegen der Stadtverwaltung, die politischen Weggefährten und den Rat, der ihm viel Vertrauen entgegegengebracht habe, sowie an seine Vorzimmerdamen, die ihm stets den Rücken freigehalten hätten. Zuletzt dankte er seinen Söhnen und seiner Frau Samira, die mit viel Verständnis und Akzeptanz ermöglicht hätten, dass er so viel Zeit für die Menschen in Horn-Bad Meinberg zur Verfügung stellen konnte.

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