Detmold (la). Der Name Franz Liszt wird meist mit donnernder Virtuosen-Musik verbunden, die der wohl größte Superstar des 19. Jahrhunderts für die Darstellung seiner pianistischen Fähigkeiten komponierte. Jedoch soll Franz Liszt Überlieferungen zufolge eine Vielzahl seiner Werke nicht für die große Bühne, sondern für den Musikgenuss im kleinen Kreis komponiert haben. Am Dienstag, 27. Oktober widmet sich Norie Takahashi ab 19.30 Uhr im Palais der Ressource, Allee 11, den lyrischeren Seiten des vielseitigen Komponisten – dem Klangpoet, der sich von der Literatur oft inspirieren ließ und Geschichten am Klavier erzählte, dem Impressioniste n, der mit Klangfarben das Wasser in seinen verschiedensten Formen malen konnte, und auch dem spirituellen Liszt, der einige Zeit im Kloster verbracht haben soll und mit einer asketischen Klangsprache auch meditativ-sphärisch anmutende Werke schrieb.
Norie Takahashi ist besonders für ihre Interpretation der Werke Beethovens vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem als Preisträgerin der internationalen Beethoven Wettbewerbe in Bonn und in Wien. Auch die Werke von Franz Liszt spielen in ihren Solo-Programmen eine wichtige Rolle – ihre neueste CD widmet sich Werken des Komponisten mit literarischem oder geschichtlichem Bezug. Als Solistin und Kammermusikerin ist sie in vielen europäischen Ländern und in Asien tätig. Engagements führen sie zudem regelmäßig zu internationalen Festivals. Der Eintrittspreis beträgt 18 Euro, ermäßigt 14 Euro. Reservierungen sind vorzunehmen unter 0174/9321063 oder per E-Mail an "sonja-maria.muenkle@gmx.de".