Bad Salzuflen (nr). "Alternative Rock" vermag nur vage zu umschreiben, was die Band "Summery Mind" aus Bad Salzuflen in ihrer Musik lebt. Harter, von Metal geprägter Rock oder leise, sanfte Töne - "Summery Mind" lässt sich in keine gängige Schublade stecken. Die fünf Musiker um Leadsängerin Larissa Rieke haben ihren eigenen Stil gefunden und der kommt richtig gut an.
Inzwischen sind sie längst durchgestartet. "Summery Mind" geistert nicht erst seit ihrem zweiten Album "Belonging" durch Radio, Fernsehen und Internet. Neben Larissa Rieke (Lari) als Leadsängerin, sind das noch Jan Philipp Höpker (Höppi) an der Leadgitarre, Fabian Schmidt (Fabi) an Schlagzeug, Samples und Keys, Michael Kevin Wolf Ward (Kev) an Rhythmusgitarre und Second Vocals und schließlich noch Christopher Müller (Chris) am Bass. Die fünf Musiker werden immer häufiger erkannt und auf der Straße angesprochen. "Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind", erzählt Lari. Dass der Weg tatsächlich stimmt, haben sie schon schwarz auf weiß: "Dank teils durchaus metallischer, brachialer Riffs und einer erstklassigen Sängerin verbreiten Summery Mind eine ganz eigene Duftnote, die nicht nur national keinen Vergleich zu scheuen braucht." (RockHard, April 2012) – eine Aussage, die bereits nach ihrem Debütalbum "About Dreams and Reality" gemacht wurde. Seitdem hat sich die Band weiterentwickelt, scheint über sich selbst hinauszuwachsen: "Im direkten Vergleich wirken die Guano Apes wie eine cheesy Schülerband." (music-scan.de, 2014), heißt es in einer der vielen Reviews zum aktuellen Album "Belonging". Dieses Jahr haben sie so viele Live-Auftritte gehabt, wie nie zuvor. "Musik ist am besten, wenn sie live ist", ist Höppi überzeugt. "Auf Open-Air-Festivals zu spielen ist einfach das Größte und wir werden immer häufiger zur Prime Time gebucht." Studios, Videoaufnahmen, Live-Acts – was 2006 in einem kleinen Probenraum in Bad Salzuflen von Lari und Fabi ins Leben gerufen wurde, ist ohne Unterstützung und Organisation inzwischen nicht mehr machbar. Das beschauliche Bad Salzuflen outet sich als Sprungbrett für Newcomer, die eigentlich schon fast alte Hasen im Geschäft sind. "Natürlich geht es in erster Linie um Musik und die ist einfach unser Leben", betont Kev. "Im Laufe der Zeit haben wir aber gemerkt, wie sehr man sich gegenseitig unterstützen muss und das nicht nur innerhalb der Band. Egal wo und wie, innerhalb der Musikszene hilft man sich gegenseitig und dafür sind wir echt dankbar." "In den Jahren, die wir zusammen spielen, haben sich viele Bands aufgelöst oder sind einfach stehen geblieben", sagt Fabi nachdenklich. "Wir sind in unserer Musik immer ein Stück weiter gegangen, investieren viel Arbeit, setzen uns Ziele und machen einfach einen Schritt nach dem nächsten." Es sind keine Überfliegerträume, die der Band im Weg stehen. Noch studieren sie, aber irgendwann wollen sie ihre Musik zum Beruf machen. Mehr Live-Gigs auf Festivals. Vielleicht bald über Deutschland hinaus. Fans haben sie ohnehin längst auch International. Ihre Wurzeln haben sie aber nicht vergessen. Das Charity-Festival "Rock am Hallenbrink" in Bad Salzuflen, das Holter Meeting oder die Osnabrücker Maiwoche sind ihnen mindestens genauso wichtig. "Wir wollen einfach mal unsere Fühler ausstrecken", sagt Lari. "Die einzige Hürde, die uns noch davon abhält, sind die fehlenden Kontakte ins nahe Ausland. Aber mit unserer tollen Fanbase als Rückenwind ergibt sich vielleicht schon im nächsten Jahr der eine oder andere Auftritt auf Festivals außerhalb Deutschlands. Wir wollen austesten, was schon geht." Dieses Jahr bleiben sie noch in der Nähe. Am 31. Oktober spielen sie im "Movie" in Bielefeld und am 14. November ein bisschen kleiner und gemütlicher im "Big Buttinsky" in Osnabrück. Wer mehr über "Summery Mind" erfahren will, findet die Band unter "summerymind.de" und auf youtube – oder aber in einem kleinen, geheimen Probenraum in Bad Salzuflen, wo Lari und Kev statt lautem, hartem Rock mal so eben eine wunderschöne Ballade anstimmen. Und die trifft zielgenau.
