Kreis Lippe. Für das abgelaufene Haushaltsjahr 2014 hatte die lippische Kreisverwaltung unter dem Strich mit einem Minus von insgesamt 2.567.000 Euro kalkuliert. In dem jetzt im Kreisausschuss vorgestellten vorläufigen Entwurf des Jahresergebnisses konnten Landrat Friedel Heuwinkel und Kämmerer Frank Schäfer den politischen Vertretern allerdings eine deutliche Verbesserung präsentieren. So liege das tatsächliche Ergebnis mit einem Minus von 1.098.000 Euro gut 1,5 Millionen besser, als ursprünglich im Ansatz vorgesehen. "Für dieses verbesserte Ergebnis ist eine Vielzahl von Gründen maßgebend", erklärt Frank Schäfer. "Insbesondere konnten neben Saldoverbesserungen in einzelnen Fachbereichen wesentliche Einsparungen beim Zinsaufwand erreicht werden. Zudem waren erhebliche Erstattungsleistungen bei den Versorgungslasten durch bisherige Dienstherren zu verzeichnen.""Dieses verbesserte Ergebnis ist letztlich auch auf die hervorragende Arbeit der Verwaltungsmitarbeiter in den einzelnen Fachbereichen zurückzuführen", bedankte sich Lippes scheidender Landrat Friedel Heuwinkel. Nachdem der vorläufige Jahresabschluss für 2014 am kommenden Montag im Kreistag vorgelegt wird, wird der Rechnungsprüfungsausschuss im November inhaltlich über den Entwurf beraten. Im Rahmen des Kreisausschusses konnten Landrat und Kämmerer des Weiteren auch einen ersten Zwischenstand des aktuell laufenden Haushaltsjahres 2015 präsentieren. Auch hier rechnet die Verwaltungsführung mit deutlichen finanziellen Verbesserungen. Der Kreistag hatte im März für das Jahr 2015 einen strukturell ausgeglichenen Haushalt verabschiedet. "Die Budgetentwicklung liegt voll im Rahmen der Planung, aktuell können wir sogar von einem Überschuss in Höhe von maximal 1,9 Millionen Euro ausgehen", erklärt Frank Schäfer. Diese Verbesserung sei insbesondere auf das weiterhin niedrige Zinsniveau sowie der Weiterführung der Konsolidierung in der Jugendhilfe zurückzuführen. Mit Blick auf die Haushaltsplanung 2016 gab der Kämmerer im Kreisausschuss einen ersten Überblick und ging hierbei auf die im Jahr 2015 verabschiedeten Eckpunkte der Finanzplanung 2016 und die bisher vorliegenden Veränderungen ein. "Trotz dieser unter dem Strich in 2014 und 2015 positiven Ergebnisse bleibt es aus meiner Sicht weiterhin dringend erforderlich, dass Bund und Land an wesentlichen Stellschrauben drehen, um die Belastung sowohl für die Kreise als auch die Kommunen gerechter zu verteilen. Dies gilt besonders im Kontext des sicherlich noch länger andauernden Flüchtlingsthemas und den daraus resultierenden finanziellen Belastungen an unterschiedlichen Stellen", fasst Friedel Heuwinkel zusammen.
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Zinsniveau entlastet
Kreis r echnet mit Haushaltsüberschuss
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