Lemgo (rto). "Ausverkauft!" hörte man all überall am Samstagabend im Festzelt am Regenstorplatz. "Ausverkauf, das heißt mehr als 3.000 Gäste im Zelt", erklärte Sven-Eric Bierhenke, einer der Organisatoren des herbstlichen Spektakels. Und die vielen Gäste hatten nicht nur Durst, sondern auch gute Laune mitgebracht. So wurde es im Zelt trotz kühler Außentemperaturen schnell heiß.
Zum fünften Mal füllte das Oktoberfest des Lemgoer Schützenvereins von 1575 das große Festzelt am Regenstorplatz. Schon früh strömten die in Dirndl und Lederhosen gekleideten Besucher in Richtung Festzelt. Zur Eröffnung schlug Braumeisterin Friederike Strate, unterstützt von ihrer Schwester Simone, das traditionelle Festbierfass an. Ihnen standen Sven-Eric Bierhenke und Peter Lüssem hilfreich zur Seite. Zuvor hatte der Vorsitzende der Schützen, Oberst Fritz Köster, die Gäste begrüßt. Diese waren zu fast 100 Prozent in Dirndl und Lederhosen erschienen – der Wies’n Export nach Ostwestfalen klappte also auch in Lemgo. "O’zapft is!", hieß es dann von der Band "Die Besenkracher", womit das Fest offiziell seinen Lauf nahm. Schon kurze Zeit später schafften es die Musiker, die ersten der zahlreichen Gäste, auf die Bänke zu bringen. Mit Alpenrock und Partyhits der "Besenkracher" und der "Grumis" ging es so gut gelaunt in die Nacht. In diesem Jahr wurde im Festzelt wieder, wie schon im Vorjahr, auf zwei Bühnen mit jeweils einer Band gearbeitet. Die "Grumis", kannten viele bereits aus der Vergangenheit, hatten sie doch schon einmal auf einem Oktoberfest für beste Stimmung gesorgt. Doch auch die "Besenkracher", eine aktuelle Show- und Partyband haben es richtig krachen lassen. Den ganzen Abend floss das Festbier in Strömen, hieß es doch immer wieder für alle Gäste "Hoch die Maß" und das Publikum folgte bereitwillig den Aufforderungen der Band – natürlich vorwiegend auf den Bänken stehend. Bis zum Ende gegen 1 Uhr in der Nacht, wurde in Lemgo so auf Tischen und Bänken lauthals mitgesungen, getanzt, geschunkelt und gefeiert. Wer dann noch nicht genug hatte, der konnte sich am Sonntag zum Frühschoppen mit den "Besenkrachern" wieder im Zelt einfinden.
