1. Viele Gebühren auf dem Prüfstand

    Haupt- und Finanzausschuss nimmt Kalkulationen unter die Lupe

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    Lügde (afk). Es ist dieselbe Prozedur wie in jedem Jahr: Im Herbst spitzt der Lügder Kämmerer Hans-Jürgen Wigge seinen Bleistift, nimmt seinen Taschenrechner und überprüft die kommunalen Gebührenhaushalte. Wenn der Haupt-und Finanzausschuss der Stadt Lügde wie jetzt am Montag, 19. Oktober, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses zusammentritt, dann geht es häufig um Geld. Diesmal wird sich das Gremium dann mit den Gebührenkalkulationen des Kämmerers für Trinkwasser, Schmutz- und Niederschlagswasser und der Abfallentsorgung für das kommende Jahr befassen. Zudem beschäftigt man sich mit den Straßenreinigungs- und Friedhofsgebühren. Außerdem wird Wigge einen Zwischenbericht zur aktuellen Haushaltssituation der Stadt Lügde abgeben.

    Die Gebühren werden sich aller Voraussicht nach 2016 im Bereich der Großgemeinde Lügde unterschiedlich entwickeln. Schwerwiegende Veränderungen sind dabei jedoch kaum zu erwarten. Die Anhebungen und Senkungen könnten sich nach den Vorlagen der Verwaltung im Cent-Bereich bewegen. So ist bei der Trinkwasserversorgung eine Anhebung der Gebühren um vier Cent pro Kubikmeter auf dann 1,99 Euro vorgesehen. Bei der Entsorgung von Schmutz- und Niederschlagswasser wird eine neue Berechnungsgrundlage eingeführt: sie enthält mit der (von der Durchflussmenge der Wasseruhr abhängige Grundgebühr und eine leistungsorientierte Komponente (sie würde auf Vorschlag der Verwaltung von 3,80 Euro auf 3,48 Euro sinken). Die Niederschlagswassergebühr bliebe unverändert bei 0,44 Euro pro Quadratmeter. Die Entsorgung der in der Großgemeinde noch betriebenen 89 Grundstücksentwässerungsanlagen soll auf 64 Euro pro Abfuhr erhöht werden. Noch kein endgültiges Bild ergibt sich bei der Abfallentsorgung, da das Betriebsergebnis 2015 noch nicht vorliegt. Die Kosten für Restmüll-, Windel- und Biotonnen in ihren verschiedenen Volumen und Abfuhrrhythmen sowie des Gelben Sacks haben sich zuletzt minimal verändert. Was das zusammengefasst für die Abfallentsorgungsgebühr letztlich ausmachen wird, wird der Kämmerer in der Sitzung vorstellen. Bei den Straßenreinigungsgebühren wird es wohl ebenfallls auf eine minimale Anhebung um 0,06 Euro pro laufenden Meter hinauslaufen. Das führt bei einem durchschnittlichen Grundstück mit einer Frontlänge von etwa 20 Metern zu einer Mehrbelastung von 1,20 Euro pro Jahr. Die Friedhofsgebühren stehen zurzeit nicht zur Debatte, denn aktuell wird eine neue Friedhofssatzung erarbeitet, die unter anderem auch neue Bestattungsformen wie zum Beispiel eine Urnenwand oder die Bestattung muslimischer Bürger berücksichtigt. Aufgrund erhöhter Bestattungsfälle rechnet die Stadt derzeit für 2015 mit Mehreinnahmen. Im Frühjahr 2016 sollen dann auf der Basis der aktualisierten Daten und der neuen Satzung die Gebühren neu berechnet werden.

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