1. Museum zeigt eine besondere Technik

    Besucher erleben Gewichtswebstuhl beim Flachsfest in Aktion / Lesung am 18. Oktober aus einem Märchen

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    STEINHUDE (tau). Das Flachsfest im Fischer- und Webermuseum hat in diesem Jahr ein ganz besonderes Highlight geboten. Barbara Stritter brachte ihren Gewichtswebstuhl mit, der zerlegt, nach eigener Aussage, auch in einen Mittelklassewagen passt. Das besondere daran. Diese Art zu weben, können nicht mehr viele Menschen, deshalb ist Barbara Stritter oft auf internationalen Veranstaltungen unterwegs, um diese Technik zu demonstrieren. Museumsleiterin Sandra Kilb und ihr Team waren besonders stolz, Stritter für einen Besuch gewinnen zu können. Um sie herum bildete sich dann auch recht schnell eine Traube interessierter Museumsgäste, die erfahren wollten, wie ein Gewichtswebstuhl funktioniert und vor allem, wie lange es dauert, bis ein Werkstück fertig ist. Die Antwort: sehr lange. Und daher sind gewebte Arbeiten, die mit dem Gerät hergestellt werden auch unbezahlbar, sagt Stritter. Mehrere Arbeitsschritte sind nötig, bevor ein Muster erkennbar wird. Unter anderem kommt ein Webschwert zum Einsatz, mit dem der Schussfaden nach oben angeschlagen wird. Der Gewichtswebstuhl gilt als Vorläufer des horizontalen Webstuhls.

    Im Museum gab es zum Flachsfest aber noch mehr zu sehen. Karola Dittmeier zum Beispiel hatte sich in Tracht geworfen und ihr Spinnrad aufgebaut. Mit dem demonstrierte sie, wie es früher gelang, aus Flachs einen Faden zu gewinnen. Nach dem Flachsfest steht bereits die nächste Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Hemd ohne Naht" an. Inspiriert von Johan Henrich Bühmann schrieb der Religionspädagoge Winfried Gburek ein Märchen für Kinder um Johan den Weber. Diese stellt er zusammen mit der Historikerin Stephanie Kirsch am Sonntag, 18. Oktober um 14 Uhr im Fischer- und Webermuseum vor. Eintritt: Erwachsene 3 Euro, Kinder bis 6 Jahren frei, Kinder bis 12 Jahren 1,50. Foto: tau

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