Lügde (afk). "Mercator, Gigas & Co – Weltvermesser: Das Goldene Zeitalter der Kartographie" heißt ein Vortrag, der als VHS- Kurs U206 am Dienstag, 27. Oktober, von 19.30 bis 20.30 Uhr im Rathaussaal der Stadt Lügde stattfinden wird.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die europäische Kartographie bis 1800. Im Zentrum steht die Herausbildung unseres Weltbildes, das sich vor dem Hintergrund neuer geographischer Entdeckungen und astronomischer Erkenntnisse entwickelte. Die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert brachte das mittelalterliche Weltbild ins Wanken. 1492 entdeckte Kolumbus Amerika, 1509 beschrieb Kopernikus das heliozentrische Weltbild, 1522 kehrte Magellan von der ersten Weltumseglung zurück. Das explodierende geographische Wissen füllte Erd- und Himmelsgloben. 1570 erfand Abraham Ortelius eine neue Buchgattung, die Gerhard Mercator 1595 "Atlas" nannte. Johannes Gigas, geboren in Lügde 1582, gehört auch zu den erwähnenswerten Kartographen dieser Zeit. Er entwickelte eine Methode zur Landvermessung und stellte als Erster maßstabsgetreue Karten her. Die Karten des 17. und 18. Jahrhunderts zeigten die Welt immer genauer in der uns bekannten Gestalt. An den Vortrag schließt sich eine Führung durch die gleichnamige Ausstellung im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo am 31. Oktober von 15 bis 16 Uhr an. Dafür ist eine separat Anmelden (Kurs U207) erforderlich. Eine schriftliche oder Internet-Anmeldung ist bis zum 19. Oktober möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 4 Euro (ermäßigt 3 Euro).