1. Augustdorf ehrt Helden des Alltags

    Gemeinde zeichnet drei Bürger für ihre ehrenamtlichen Mühen aus

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    Augustdorf (hö). "Tue Gutes und es wird davon kundgetan", unter diesem Motto hat die Gemeinde Augustdorf am vergangenen Freitag zum Auftakt der Herbstkirmes drei ihrer ehrenamtlich tätigen Bürger geehrt.

    Das "Who is Who" aus Augustdorfer und den Anrainergemeinden hatte sich im Bürgerzentrum der Gemeinde versammelt, um zu ehren, wem Ehre gebührt. Dieses Jahr wurden Joachim Nitsche, Petra Meyer und Hein-Dieter Kästel stellvertretend für viele freiwillige und ehrenamtliche Helfer der Gemeinde für ihren persönlichen Einsatz geehrt. "Seit 35 Jahren engagiert sich Joachim Nitsche ehrenamtlich für unsere Gemeinde", berichtete Lutz Müller, der für den kurzfristig ausgefallenen Laudator eingesprungen war. Viel zu berichten hatte der stellvertretende Bürgermeister über den Geehrten: Der Ab- und Aufbau eines Kohlenschuppens für den Schlingsbruch, die Erneuerung des Schulgeländes der Grundschule "In der Senne" oder die seit 15 Jahren andauernden Pflege des Ehrenfriedhofs mit seinen Freunden sind nur einige der Taten, die auf Nitsches Konto gehen. "Joachim Nitsche erzählt nicht viel, aber macht umso mehr", beendete der Politiker seine Laudatio. Die Dame im diesjährigen Ehren-Trio war Petra Meyer von der Behinderten-Sportgruppe der TuSG Augustdorf. Sie wurde vom sichtlich gerührten Laudator Jürgen Hohl nicht nur für ihr ehrenamtliches Engagement, sondern auch für ihren persönlichen Draht zu den Sportlern beglückwünscht. "Petra gab uns die ganzen 15 Jahre immer das Gefühl, wir sind was Besonderes", berichtete Hohl aus persönlicher Erfahrung. Petra Meyer wurde für ihren Einsatz im Behindertensport für die Ehrung vorgeschlagen. "Bleib so wie du bist: eine tolle Sportkameradin, ein wundervoller Mensch und eine klasse Freundin", bedankte sich der Laudator zum Abschluss seiner Rede im Namen aller Mitglieder. Es sind auch die vermeintlich kleinen Dinge, die in Augustdorf zu Dank und Anerkennung führen: Seit mehr als 20 Jahren sammelt der zugereiste Hein-Dieter Kästel in der Gemeinde den von unachtsamen Mitbürgern weggeworfenen Wohlstandsmüll auf. Eigentlich war der Krefelder nur zum Wehrdienst nach Augustdorf gekommen. Doch Helga, seine heutige Frau, und die schöne Gemeinde Augustdorf zogen ihn in ihren Bann. Langweilig wird es dem mittlerweile pensionierten Fahrschullehrer der Bundeswehr nicht: "Fast täglich durchstreift er mit dem Fahrrad sein Revier, und das freiwillig und unentgeltlich", wusste Laudator Manfred Oehlenberg zu berichten. Auch nächstes Jahr können die Bürger der Gemeinde Augustdorf wieder Ehrenamtliche vorschlagen, die geehrt werden sollen. Die Wahl trifft eine siebenköpfige Jury. Hungrig von all den guten Taten freuten sich die zahlreichen Besucher auf leckeren Pickert. Bevor das frühere "Arme Leute Essen" vom Heimatverein kredenzt wurde, sprach Pfarrerin Johanna Krumbach das Tischgebet und ließ es sich nicht nehmen, dabei auch die vielen Flüchtlinge zu erwähnen.

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