WUNSTORF (gi). Viele Türkei-Urlauber wissen um die vielerorts günstigen Angebote zum Kauf von Goldschmuck, dagegen ist sicherlich auch meist nichts einzuwenden. Dumm nur, wenn sich dann Jahre später jemand am Telefon meldet und angibt, dass es mit dem Schmuck Ärger gäbe. Der Zoll werde die Firma überprüfen, deshalb müsse der Schmuck noch einmal bezahlt werden. Mit der neuen Quittung werde es dann keine Schwierigkeiten mehr geben. In dem jüngst bei der hiesigen Polizei angezeigten Fall sollte eine Wunstorferin circa 1500 Euro mittels eines Bargeldtransfer in die Türkei überweisen, so der Anrufer. Dazu sollte ein Minishop in Garbsen aufgesucht und dort das Geld eingezahlt werden. Den "Transfercode" sollte einer Sekretärin telefonisch mitgeteilt werden, die dann alles tun werde, um der Wunstorferin "aus dem Schlamassel zu helfen". "Solche Zahlungen zum Beispiel per "Western Union" oder auch "paysafecards" (ukash) sind grundsätzlich nichts Schlechtes. Sie geschehen tausendfach am Tag völlig legal, wenn sie nicht auch von Betrügern genutzt werden, die sich das Geld einstecken und auf Nimmerwiedersehen verschwinden", sagt der Kontakteamte Ralf Möllmann. Dank der Aufmerksamkeit des Shopbetreibers, der schon von anderen Fällen gehört hatte und die Frau gleich zur Polizei schickte, konnte sie ihr Geld behalten. Andere hatten nicht so viel Glück, in einem Fall soll eine Frau um 4000 Euro betrogen worden sein. Derartige Bargeldüberweisungen sind eine ganz alltägliche Masche von Betrügern, die Geschichte, die dazu führt jedoch immer eine andere. Die Polizei rät, die Finger davon zu lassen. Wer mehr zu solchen oder ähnlichen Themen erfahren möchte, kann sich im Internet bei "pfiffige Senioren", der "Verbraucherzentrale" oder der Polizei (polizei-beratung oder polizei-prävention) informieren.
-
Polizei warnt vor Betrügern
Günstiger Goldschmuck aus der Türkei kann teuer werden
Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum