Bei der Vorgehensweise spricht man von einer "geschlossenen" Bauweise, da für die Arbeiten kein offener Graben über die gesamte Rohrnetzlänge benötigt wird. Fahrbahn, Gehweg, Einbauten und Begrünung müssen für die Zeit der Baumaßnahme nicht weichen. Das Verfahren besitzt je Abschnitt eine Start- und eine Zielgrube, wobei von letzterer das an der Startgrube befindliche Rohr eingezogen wird. Durch eine Längsfaltung ist das Rohr im Querschnitt zunächst reduziert und wird nach dem Einziehen durch Wärme und Druck aufgefaltet. Insbesondere die größeren Transportleitungen, die vor allem in den 1960er und 1970er Jahren verlegt wurden, waren seinerzeit in unbebauten Bereichen oder Feldwegen verlegt worden. Durch die in den letzten Jahrzehnten entstandene Bebauung finden sie sich heute mitten in den Wohngebieten, in Straßen, Gehwegen und zwischen anderen Versorgungsleitungen wieder. Dadurch würde eine Erneuerung in offener Bauweise aufwendig und kostspielig. "Die Durchführung alternativer Sanierungstechniken senkt die Kosten für die Rohrnetzsanierung deutlich und hält gleichzeitig die Beeinträchtigungen durch Baumaßnahmen für Stadt und Bürger so gering wie möglich" teilt Herr Torsten Matussek, Leiter der Rohrnetzerneuerung und Verantwortlicher der Maßnahme mit. Im Rahmen seines Rohrnetzsanierungsprogramms, das den Verband in den nächsten Jahren beschäftigen wird, sollen verstärkt alternative Verfahren ausprobiert und eingesetzt werden. Dennoch kostet diese Sanierung der Leitung rund 500.000 Euro. Mit rund 2,2 Millionen Euro macht die Sanierung von Wasserleitungen und -hausanschlüssen damit auch einen der größten Positionen im Budget des Verbandes aus. Der Verband plant sogar, den Umfang der Sanierungsmaßnahmen in der Zukunft noch zu erhöhen. Voraussetzung ist hierzu unter anderem, dass notwendige Unterhaltungsarbeiten zum Beispiel im Wasserwerk abgeschlossen sind. Foto: privat
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Neue Sanierungsverfahren im Rohrnetz
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