1. Inspiriert durch die malerische Landschaft

    Stipendiatin Anastasiya Nesterova

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    Schwalenberg (la). Seit Mai 2015 lebt und arbeitet die diesjährige Stipendiatin des Landesverbandes Lippe, Anastasiya Nesterova, im Künstlerhaus in Schwalenberg. Nun neigt sich ihre Stipendiatszeit dem Ende zu, und die Künstlerin zieht ein Resümée in ihrer Abschlussausstellung, die am Freitag, 16. Oktober, um 18 Uhr im Atelier des Künstlerhauses Schwalenberg, Papenwinkel 10, eröffnet wird. Geboren in der ukrainischen Stadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim hat Anastasiya Nesterova zunächst ein Kunststudium in Odessa und später ein Studium der Illustration und Druckgraphik bei Professor Wolfgang Troschke in Münster absolviert. Ihr bevorzugtes Medium ist der Farbholzschnitt, der eine sorgfältige Planung des Bildmotives voraussetzt. Zufall spielt hier kaum eine Rolle, umso wichtiger ist aber das genaue Beobachten der Landschaft, um die jeweilige Stimmung einzufangen- was der Künstlerin meisterhaft gelingt. So geht es ihr immer darum, die unterschiedliche Atmosphäre ihrer jeweiligen Umgebung zu erfassen und ins Bild umzusetzen. In Schwalenberg traf die Künstlerin auf eine liebliche Landschaft, die üppige, intensive Farben hervorbrachte. Sie erlebte in Schwalenberg eine "grüne Phase" in ihrem Werk – ergänzt vom leuchtenden Gelb der Rapsfelder. "Störfaktoren" im Sinne der modernen Zivilisation finden sich wenige im Schwalenberger Umland – fast schon dezent sind die Windräder oder Jagdhochsitze Teil der Landschaft. Die Künstlerin ließ sich auch von Werken der Künstler inspirieren, die vor ihr zu Zeiten der Künstlerkolonie in Schwalenberg malten, wie Robert Koepke oder Robert Kämmerer-Rohrig und stellte schnell fest, dass die Landschaft fast noch den gleichen Charakter bewahrt hat wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In Nesterovas Landschaftsbildern hat der Mensch immer seine Spuren hinterlassen – sei es in der Kulturlandschaft mit Rapsfeld und Windrädern, oder aber in Anzeichen wie zwei leeren weißen Gartenstühlen vor dem Grün der Bäume oder einem Weg, der in den Wald hinein führt. Dabei ist es die Abwesenheit des Menschen, die seine Anwesenheit spürbar werden lässt. Die Ausstellung kann noch bis zum 1. November jeweils samstags in der Zeit von 14 bis 17.30 Uhr, sonntags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17.30 Uhr sowie nach Vereinbarung mit der Künstlerin unter der Rufnummer 0152/28744263 besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

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