LUTHE (tau). Es ist die Arbeit von vielen Einzelpersonen gewesen, die nun dazu geführt hat, dass das Integrationskonzept den Luther Vereinen und Verbänden vorgestellt werden konnte. Die Resonanz der Luther Bürger auf das Konzept war sehr positiv, teilen die Veranstalter mit. Ausgehend von der DRK-Vorsitzenden Margarete Mock, die die ersten Flüchtlingsfamilien in Luthe federführend betreute und betreut, dem Integrationskonzept von Uwe-Karsten Bartling, der Verabschiedung des Konzeptes im Luther Ortsrat gemeinsam mit allen Parteien und dem Aufruf des Luther Bürgermeister Rolf Hoch zusammenzukommen bilden die Basis für das Netzwerk zur Flüchtlingshilfe in Luthe. Das Netzwerk, das bei Vereinen und Verbänden ansetzt, soll die Kräfte vor Ort möglichst sinnvoll bündeln. Hierfür wurden Schwerpunkte zur Betreuung wie Sprachschulung, Hilfe bei Behördengängen, Arztbesuchen oder Einkäufen gesetzt. Hilfe soll aber auch in den Kindergärten, Schulen und bei Hausaufgaben geleistet werden. Außerdem wichtig für die Initiatoren: "Normen und Werte unserer Gesellschaft und Religion."
Die Organisation muss möglichst flach und unbürokratisch sein. Dass das geht, beweist das DRK. Helfer können den Internationale Rotkreuz-Ausweis erhalten. Wichtig! Hierfür muss man nicht Mitglied im DRK sein. Gleichzeitig ist man mit dem Ausweis auch haftpflichtversichert, erklärte Margarete Mock. Benötigt werde hierfür von Interessierten Name, Geburtsdatum, Anschrift sowie ein Lichtbild. Wer sich ehrenamtlich als Integrationslotse zur Verfügung stellen möchte oder einfach nur helfen will, kann sich auch in Listen eintragen, die in der Storchen-Apotheke ausliegen, aber auch telefonisch oder per Email melden. Eva-Maria Henkel und Jörg Ilgner haben sich bereit erklärt die Netzwerkorganisation zu leiten. Beide sind auch Mitglied im DRK, dort sehr engagiert, hilfsbereit und unkompliziert. In Luthe leben heute bereits 13 Flüchtlinge. Erwartet werden rund 40 weitere Zuweisungen für Luthe. Das neu gebildete Netzwerk soll diese Flüchtlinge unaufgeregt und unspektakulär in das Luther Leben und in die deutsche Gesellschaft integrieren. Weitere Unterstützer des Netzwerks sind willkommen.