1. Beschwingter Saisonauftakt

    Detmolder Kammerorchester beginnt neue Konzertsaison

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    Detmold (la). Das Detmolder Kammerorchester (DKO) unter Leitung von Alfredo Perl beginnt am Dienstag, 13. Oktober, um 19.30 Uhr seine neue Konzertsaison. Für das 1. Abonnementkonzert im Konzerthaus der Musikhochschule hat es ein spritziges, verschmitzt lächelndes Programm zusammengestellt. Die Freude über die jüngst erhaltene ECHO Klassik-Auszeichnung hallt hörbar nach. Zum Auftakt des Programmreigens versprüht die Italienische Serenade von Hugo Wolf heitere Gelassenheit und Mozarts Sinfonia Concertante für Bläser, KV 297b, ist ebenso lebhaft wie Joseph Haydns Feuersinfonie feurig ist. Der fidele Musikreigen erhält mit Alfred Schnittkes Moz-Art à la Haydn noch eine ironische Pointe und kreiert eine augenzwinkernde Hommage an die beiden großen Meister der Wiener Klassik.

    Ursprünglich für Streichquartett gedacht, interpretiert das DKO Wolfs Italienische Serenade in einer Streichorchesterfassung, die der vielfach gelobten Spielfreude des jungen Klangkörpers besonders entgegenkommt. Wie ein stetig sprudelnder Quell reihen sich hier die Variationen auf ein heiteres Thema aneinander. Ein "Schmankerl" für Musiker und Publikum gleichermaßen. Mozarts Sinfonia Concertante für Bläser ist die jüngere Schwester der berühmten Sinfonia Concertante für Violine und Bratsche und steht dieser in ihrem mozarttypischen Klangduktus in nichts nach. Obgleich sich die Musikforschung bis heute nicht zweifelsfrei einig ist, ob die "Bläser-Concertante" tatsächlich aus Mozarts Feder stammt. Für die vier Solisten Blanca Gleisner (Oboe), Christoph Brecht (Klarinette), Davide Citera (Horn) und Benedikt Seel (Fagott) ist diese Kreuzung aus Symphonie und Konzert, ganz gleich von wessen Hand komponiert, ein musikalisches Schmuckstück. In den anspruchsvollen Solopartien des Bläserquartetts können die Nachwuchskünstler, allesamt langjährige Mitglieder des DKO, ihre Virtuosität unter Beweis stellen. Benedikt Seel ersetzt seinen kurzfristig ausgefallen Kollegen Constantin Gerstein am Fagott. War Haydns Sinfonie Nr. 59 im Jahr 1768 womöglich zunächst als Zwischenaktmusik zum Schauspiel "Die Feuersbrunst" von Gustav Friedrich Großmann gedacht, lodert sie heute in den Konzertsälen. Dabei erhielt sie ihren Beinamen Feuersinfonie erst im 19. Jahrhundert. Zwischen den beiden Werken der Wiener Klassiker steht Schnittkes Moz-Art à la Haydn auf dem Programm. Eine augenzwinkernde Stilbegegnung mit den beiden großen Genies Haydn und Mozart. Dabei speist sich Schnittkes 1976/77 komponiertes Spiel mit Musik, so der Untertitel, nicht aus Ideenklau bei den großen Vorbildern. Das "Musikspiel" ist vielmehr eine kreative Neuschöpfung aus schillernden Motiv- und Stilpartikeln. Mozartsche Klänge werden verarbeitet und durch eingestreute Zitate, zum Beispiel aus Mozarts berühmter Sinfonie g-Moll KV 550, ironisch gebrochen. Eine spielerische Begegnung unterschiedlicher Musikstile, äußerst humorig und mit einer gehörigen Portion Ironie. Eine Konzerteinführung wird um 18.30 Uhr im Gartensaal der Hochschule für Musik (Neustadt 22) in Kooperation mit dem Masterstudiengang Musikvermittlung/ Musikmanagement geboten. Karten zu den gestaffelten Preisen 24/20/12 Euro (Schüler, Studenten, Schwerbehinderte und Inhaber einer Kulturcard erhalten 50 Prozent Ermäßigung) sind zu beziehen über die Touristen-Information am Markt in Detmold sowie online über die Website "www.detmolder-kammerorchester.de" und an der Abendkasse.

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