MÖLLENBECK (cr). Schon viele Jahre ist es guter Brauch im Forstamt Oldendorf, Jugendlichen aus aller Welt den Wald näher zu bringen und somit einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Die geschieht im Rahmen eines sogenannten Workcamps des Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes (IJGD). Elf junge Leute aus sieben Ländern halfen den Forstwirten der Revierförsterei Rinteln bei der Waldpflege, stellten Erholungseinrichtungen frei und bauten an Regentagen Hochsitze und Forstgatter. Betreut wurden sie dabei von Revierförster Holger Puls. "Die gemeinsame Arbeit, aber auch der Spaß miteinander verbindet die Jugendlichen", so Holger Puls, "das ist der beste Schutz gegen Vorurteile und gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig."
Und so sorgten die Mitarbeiter des Forstamtes nicht nur für geeignete Arbeitsprojekte, sondern organisierten ein großes gemeinsames Grillfest. Ein Höhepunkt war außerdem eine Wanderung mit Forstamtsleiter Christian Weigel zu den beeindruckenden Klippen am Hohenstein. Untergebracht waren die Jugendlichen erneut bei der evangelischen Kirchengemeinde in Fischbeck. Die IJGD verbinden als Verein und Träger der außerschulischen Bildungsarbeit seit 1949 ehrenamtlich engagierte, junge Menschen aus aller Welt. Als gemeinnützige Organisation organisieren sie unterschiedliche Dienste im In- und Ausland vom zweiwöchigen Workcamp bis zum freiwilligen Jahr. Die Tätigkeitsfelder sind zum Beispiel Soziales, Demokratie, Denkmalpflege oder Ökologie. Der Wald der Landesforsten bietet dazu ein geeignetes Arbeitsgebiet.