1. Vokale Klangkunst aus Stuttgart

    Der Stuttgarter Kammerchor eröffnet die diesjährige Meisterkonzert-Saison

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    Detmold. "Klangliche Brisanz" sowie ein "Markenzeichen höchster Chor- und Klangkultur" sind Attribute, die das künstlerische Niveau des Stuttgarter Kammerchores auszeichnen. Am Dienstag, 6. Oktober, steht das Ensemble, das aus 24 professionell geschulten Sängerinnen und Sängern besteht, auf der Bühne des Konzerthauses der Hochschule für Musik Detmold und präsentiert unter der Leitung seines Dirigenten Frieder Bernius ein anspruchsvolles A-cappella-Programm mit geistlichen sowie weltlichen Werken. Beginn des Konzertes ist um 19.30 Uhr.

    Die Konzerteinführung erfolgt im Vorfeld durch Simon Schumacher, Studierender des Studiengangs Musikvermittlung/Musikmanagement, um 18.30 Uhr im Gartensaal des Palaisgebäudes. Karten sind im Wert von 32, 27 bzw. 22 Euro im Haus der Musik oder an der Abendkasse erhältlich. Studierende und Schüler erhalten ermäßigten Eintritt. Der Abend spannt den Bogen über zwei Jahrhunderte A-cappella-Musik. Angefangen mit dem "Cantus Missae" aus der Messe in Es-Dur op. 109 von Joseph Gabriel Rheinberger über "Das große Abend- und Morgenlob" aus Sergei Rachmaninows Vesper op. 37 folgen "Drei sechsstimmige Gesänge" op. 39 von Max Reger sowie ein Zyklus von drei Chorliedern von Peter Cornelius. Den Abschluss bilden Lieder in Transkriptionen von Schubert, Schumann und Liszt des Chorleiters Clytus Gottwald, gefolgt von "Sechs Lieder im Freien zu singen" op. 59 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Seit 40 Jahren behauptet sich der Stuttgarter Kammerchor unter der Leitung von Frieder Bernius unangefochten an der Spitze der europäischen Kammerchöre. 1982 errang der Chor den 1. Preis beim Ersten Deutschen Chorwettbewerb. Neben dem gängigen Repertoire, das vom 17. bis zum 21. Jahrhundert reicht, haben sich die Sängerinnen und Sänger rund um ihren Chorleiter auch um die Zeitgenössische Musik mit vielen Uraufführungen verdient gemacht. Im September 2015 gestalteten der Kammerchor Stuttgart, der etwa alle zwei Jahre in Israel zu Gast ist, und das Israel Symphony Orchestra ein besonderes Projekt aus Anlass von 50 Jahren diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland (1965-2015) mit Felix Mendelssohns’ 114. Psalm und dem "Deutschen Requiem" von Johannes Brahms. Ob Vokalwerke von Bach, Mozart, Fauré und Ligeti, Schauspielmusiken von Mendelssohn oder Sinfonien von Haydn und Schubert – stets zielt Frieder Bernius auf einen am Originalklang orientierten, zugleich persönlichen Ton. Wiederentdeckungen widmet er sich ebenso wie Aufführungen zeitgenössischer Werke. Ein besonderes Interesse gilt der südwestdeutschen Musikgeschichte. Dreißig seiner mehr als achtzig CDs sind mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet worden. Darunter befinden sich viele "Vierteljahrespreise der deutschen Schallplattenkritik" für seine A-cappella-Einspielungen. Frieder Bernius wurde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und zuletzt mit dem Bachpreis der Stadt Leipzig ausgezeichnet.

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