1. Städtepartnerschaft lebendig halten

    Realschule Aspe besucht zum 35. Mal die Millauer Jeanne d’Arc-Schule

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    Bad Salzuflen. "Ich habe in Millau so viele schöne Dinge gesehen, von denen meine Eltern mir bereits vorgeschwärmt haben." Dies die erste Einschätzung von Neele Jodeleit, die wie 44 weitere Salzufler Schüler an der 35. Paris- und Millaufahrt der Realschule Aspe teilgenommen hat.

    Den Auftakt machte ein zweitägiger Parisaufenthalt, der die Neuntklässler zu berühmten Bauwerken wie Notre Dame, Invalidendom und den Eiffelturm führte. Sehr großen Anklang fand auch die Prachtstraße Champs-Elysées. Vor der Ankunft in Millau wurde die Autobahnbrücke Viaduc de Millau von einem erhöhten Standpunkt aus besichtigt. Nach dem Eingewöhnen in das Leben der Gastfamilien standen neben der Teilnahme am Unterricht der Jeanne d’Arc-Schule, interessante sportliche Highlights auf dem von den begleitenden Französischlehrern Anne Mauritius und Friedrich-Wilhelm Schulte erarbeitetem umfangreichen Programm; ein Rafting-Turnier in der Nähe des Millauer Wahrzeichens "Le Vieux Moulin" (Die alte Mühle) bildete den Auftakt. In dem ehemals besonders durch Lederverarbeitung bekannten Millau durfte natürlich ein Besuch in dem schön gestalteten gleichnamigen Museum nicht fehlen, wo gar aus dem Leder von Roquefortschafen der nahen Hochflächen Armbänder als Souvenir gebastelt werden konnten. Für den Empfang im Millauer Rathaus hatte Friedrich-Wilhelm Schulte anlässlich des baldigen 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung zwei von ihm im März 1990 an der damaligen innerdeutschen Grenze bei Helmstedt gefundene Streckmetallteile des Eisernen Vorhangs von Millauer Berufsschülern des Lycée Jean Vigo in Holzrahmen fassen lassen und diese an den Bürgermeister Christophe Saint-Pierre sowie die Leiterin des Collège Jeanne d’Arc, Laurence Lours, verschenkt. "Nach dem Fall der Mauer träumten wir von einem dauerhaft friedlichen Europa, nun werden jedoch zum Beispiel in Ungarn wieder Stacheldrahtzäune errichtet", erläuterte Schulte in seiner Ansprache die Hintergründe dieses Geschenks. Millaus Bürgermeister Christophe Saint-Pierre besucht auf Einladung von Salzuflens Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf, ausgesprochen während des 40-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums im vergangenen Mai in Millau, um den 3. Oktober mit einer kleinen Delegation die Badestadt. Ausflüge in das Tarn- und Jontetal mit dem Besuch der Tropfsteinhöhle Aven Armand, nun mit einer bewegenden Ton- und Lichtshow noch besser in Szene gesetzt, sowie nach Roquefort, zu den Wasserfällen von Creissels und in das Insektenmuseum Micropolis rundeten das Programm ab, das mit einer ausgelassenen Discofeier seinen Abschluss fand. "Unterricht sollte man nicht nur theoretisch machen, sondern auch praktisch", fasst die Realschülerin Helena Glatthor ihre positiven Erfahrungen dieser 14-tägigen Frankreichfahrt zusammen. Dies wird auch im Mai 2016 der Fall sein, wenn die Asper Realschüler über Pfingsten zusammen mit ihren Millauer Austauschpartnern für drei Tage gemeinsam nach Berlin fahren.

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