1. Säure auf den Bahngleisen

    Feuerwehr verhindert Schlimmeres

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    SEELZE (tau). Ein Gefahrgutunfall auf dem Gelände des Rangierbahnhofs der Deutschen Bahn AG hat die Feuerwehr am Mittwoch beschäftigt. Bei Rangierarbeiten war ein Leck in einem Kesselwagen festgestellt worden, der mit 50 Tonnen verdünnter (30%) Chlorwasserstoffsäure (UN 1789), auch als Salzsäure bekannt, beladen war. Der Waggon, der auf dem Weg von Leverkusen nach Goslar im Harz war, wurde sofort vom Zugverbund abgekuppelt. Neben dem Gefahrgutzug der Feuerwehr Seelze rückte auch der Gefahrgutzug der Werkfeuerwehr der Firma Honeywell und der Dekontaminationszug der Ortsfeuerwehr Osterwald Unterende aus. Der havarierte Waggon wurde auf ein freies Gleis rangiert, wo es vier Einsatzkräften in Chemikalienschutzanzügen gelang, das Leck schnell mit einem Dichtkissen abzudichten. Aufgrund der schnellen Reaktion der Bahnmitarbeiter und des Zusammenwirkens der Gefahrgutzüge gelangte nur wenig Säure auf die Bahngleise. Hier wurde die Säure anschließend mit Wasser stark verdünnt, so dass keine Gefahr mehr von ihr ausging. Vorsorglich durchgeführte Luftmessungen, für die auch ein Messwagen der Feuerwehr Neustadt eingesetzt wurde, verliefen negativ. Die Einsatzkräfte verblieben jedoch noch bis zum Abend an der Einsatzstelle, um die Umfüllung der Säure in einen anderen Kesselwagen abzusichern. Insgesamt waren 69 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 15 Fahrzeugen, Notfallmanager der DB, Beamte der Bundespolizei, ein Rettungswagen und ein Notarzt sowie ein Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde im Einsatz. Foto: privat

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