LAUENAU (mh). Am Mittwochvormittag haben Polizeibeamte einen 44-jährigen Mann in Lauenau verhaftet. Er steht in dringendem Tatverdacht die 42-jährige Ines K. am 27. Mai getötet zu haben, das hat die Staatsanwaltschaft Bückeburg mitgeteilt. Weitere Angaben zu dem Beschuldigten machte die Staatsanwaltschaft "aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes" nicht. Nach Informationen von Augenzeugen, soll es sich jedoch um den Ehemann der Getöteten handeln. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden auch keine weiteren Angaben zum Tathergang gemacht. Der dringende Tatverdacht beruhe auf den durch die Mordkommission in fast viermonatiger Arbeit ermittelten Indizien, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Der Beschuldigte wurde noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt und sitzt zurzeit in Untersuchungshaft. Er bestreitet die Tat.
Im Zuge der Ermittlungen hatte die Polizei eine 18-köpfige Sonderkommission eingesetzt. Mehrere Zeugenaufrufe wurden gestartet und zahlreiche Spuren ausgewertet. Anfang August waren laut Angabe der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen weitgehend abgeschlossen, einige Gutachten in Bezug auf am Tatort gesicherte Spuren standen allerdings noch aus. Ob diese Spuren die entscheidenden Hinweise zur Festnahme des 44-Jährigen lieferten, dazu machen Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit keine Angaben. Die Ermittlungen werden durch die Staatsanwaltschaft nunmehr zeitnah zum Abschluss gebracht, zuvor werde dem Verteidiger Akteneinsicht und Gelegenheit zur Stellungnahme gewährt, erklärt die Staatsanwaltschaft.
