1. Käfer Konrad fand des Rätsels Lösung

    Zwei gelungene Aufführungen der Elbrinxer DorfKidz in der Marktscheune

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    Elbrinxen (afk). Wie hatten sie diesem Termin entgegengefiebert, die 14 Jungen und Mädchen der "Elbrinxer DorfKidz"! Monatelang hatten sie unter der Leitung von Doris Falke und Nina Peter ihr neues Musical "Regenbogenland" vorbereitet. Und dann hob sich für sie endlich am vergangenen Wochenende im Kulturzentrum, der Elbrinxer Marktscheune, in der sonst die "Großen" seit vielen Jahre erfolgreich ihre Stücke aufführen, der schwere rote Vorhang. Vor ihnen saßen neben Eltern, Geschwistern und Verwandten auch jede Menge fremder Leute, darunter mehrere vom Verein für Grenzbeziehung und Heimatpflege aus Afferde. Sie alle durften als erste diese Premiere erleben. Dieses Publikum aus vorwiegend gesetzten Herrschaften war jedoch sehr beifallsfreudig und quittierte die kleinen Pannen und wenigen Texthänger mit Verständnis. Soviel Anlass gab es dabei aber auch wahrlich nicht, und Doris Falke kommentierte die rund 40-minütige Aufführung am Ende sichtlich erleichtert: "So gut wie heute hat es noch nie geklappt."

    Es ist schon so eine Sache mit dem Glück! Kaum jemand weiß, wo er es findet, dabei liegt es doch letztlich an einem selbst, was er oder sie zu seinem Glück macht. Diese Erkenntnis hat "Käfer Konrad" (Julia Spiering) anfangs nicht, als er in der Käferklasse die Hausaufgabe bekommt, das Glück zu definieren. Die überschlauen Erklärungsversuche aus philosophischer Sicht von "Käfer Cornelius" (Lea Fasse) und die eher schlichte Denke von "Käfer Kurt" (Jessica Heubach) bringen ihn auf der Suche nach dem Glück nur wenig voran. Er fliegt los und sucht. Er trifft Honigsuchende Bienen (Cara Buschhart, Hanna Kehm, Vincent Langhardt, Ada Erhard, Lena, Carina und Cord Steinhage) und spielende Mäuse (Lara und Lea Rellin) und Schulkinder, die ihren Freundschaftssong singen, und sich alle als glücklich bezeichnen. Erst bei den weisen alten Katzen (Erich Kombeiz und Annika Heuer) gibt es dann die entscheidenden Hinweise auf des Rätsels Lösung. Die Jugendlichen haben natürlich Lampenfieber, aber es gelingt ihnen eine konzentrierte Leistung. Kleine witzige Anspielungen verfehlen ihre Wirkung beim Publikum nicht und am Ende gibt es reichlich Applaus und viele Komplimente für den Schauspieler-Nachwuchs, der sicherlich in einigen Jahren in die Fußstapfen der Erwachsenen treten kann. Detlef von der Heide (alljährlich an Silvester die Inkarnation des Butler James im Kultstück "Dinner for one" der Dorfbühne) machte den Jugendlichen jedenfalls schon mal reichlich Mut. Inzwischen gehören schon die ersten ehemaligen Mitglieder der Jugendabteilung zum Ensemble der Elbrinxer Dorfbühne. Mit den alljährlichen Produktionen der Jungen und Mädchen unter der Regie von Doris Falke und Nina Peter verschaffen sich die Jugendlichen ihre notwendigen Bühnen-Erfahrungen und werden immer selbstsicherer, wie das unschwer auch an den drei "Älteren" bereits erkennbar ist. Am Tag darauf gab es dann noch eine zweite Vorstellung, die das Nachwuchsensemble auch wieder mit Bravour meisterte. Und da gab’s als Künstlerlohn nicht nur den Beifall des Publikums sondern auch eine Überraschung. Bei der Elbrinxer Dorfbühne haben die Proben für das neuste Stück bereits begonnen. Es trägt den Titel "Einer spinnt immer" und wird am 4. März in der Marktscheune Premiere feiern. Als weitere Termine sind der 5., 11. und 12. März vorgesehen.

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