1. Cartoons weisen die Richtung

    Künstlerin bebildert 16 Stationen für Wanderweg

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    Lemgo (ur). Die Künstlerin Käthe Wenzel hat die Wanderroute vom Herzen der Stadt bis zum Schloss Brake neu beschildert. Mit Cartoons. Im Gespräch mit Bürgern der Alten Hansestadt hatte sie stets den Zeichenstift in der Hand, bannte Visionen, Erinnerungen und Wünsche auf Papier. So entstand ein Wanderweg in Schildern, Erzählungen und Zeichnungen. Aus den ausgearbeiteten Zeichnungen und Gesprächszitaten wurde neben dem ausgeschilderten Weg mit insgesamt 16 Stationen mit 16 Bildern und 16 Geschichten auch eine interaktive Landkarte erstellt.

    Ursprung des Projektes war eine Initiative des Kultursekretariats Gütersloh. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss von 73 Städten in NRW, die kein Theater haben, zu denen auch Lemgo gehört. Der Landesverband und der Landschaftsverband sind als fördernde Mitglieder mit dabei. Bei einer der vielen ausgelobten Ideen hatte eine Jury aus 100 Künstlern, die sich beworben hatten, 10 ausgewählt, die sich mit Kunst im öffentlichen Raum beschäftigen. Dabei überzeugte die Berliner Künstlerin Käthe Wenzel die Lemgoer, da es bei ihrem Projekt um das Beschreiben einer Umgebung, eines Wanderweges mit Bildern und dazu passenden Inhalten, um Kartographie, und damit auch Weltvermessung im weiteren Sinne, geht (die aktuelle Ausstellung im Weserrenaissance-Museum: Weltvermesser – Das goldene Zeitalter der Kartographie). "Der eigentliche, hinter allem liegende Grundgedanke ist das Thema Fremde, Fremdheit, und wo beginnt diese eigentlich", erläuterte die Künstlerin ihre Arbeit. "Manchmal kann die Fremde schon 200 Meter entfernt beginnen."Ähnliche Projekte gab es auch schon im Auftrag der Stiftung Deutsches Technikmuseum in Berlin, in New York City, entlang der deutsch-niederländischen Grenze, bei der Universität Flensburg und im Stadtmuseum Oldenburg zum 100. Geburtstag. Die 42-jährige Künstlerin hatte in Berlin einen Lemgoer Nachbarn, der sie an seine Großtante verwies, damit diese ihr einige Geschichten aus Lemgo und dem benachbarten Brake erzählen konnte. Dabei zeigte sich, dass Brake früher "benachbartes Ausland" war, mit dem man vorsichtig umgehen musste. Dieses wurde ebenso in Cartoons festgehalten, wie eine Lemgoer Bürgermeisterin, die dem Schloss Brake entstammte. "Einen Wanderweg in Schildern, Erzählungen und Zeichnungen", so bezeichnet die Künstlerin Käthe Wenzel den Weg vom Lemgoer Rathaus über die Bega zum Schloss Brake. Die 16 Stationen mit 16 Bildern und 16 Geschichten kann man mittels einer interaktiven Landkarte anhand von Schildern auf dem Weg vom Braker Schloss bis zum Lemgoer Rathaus verfolgen. Voraussetzung ist ein internetfähiges Handy mit einer App, mit der man "QR-Codes" lesen kann, oder eine Landkarte aus Papier, die im Rathaus, im Schloss und in der VHS ausliegen. Im Internet findet man den Weg, der das Schloss Brake und das Rathaus Lemgo verbindet, unter "www.cartoonorama.de"

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