1. Auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft

    Maßregelvollzug auf zweiten Platz in Patienten-Meisterschaft

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    BAD REHBURG/STEYERBERG (jan). Bad Rehburg hat erneut die Chance, Deutscher Meister zu werden. Mit dem zweiten Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften im Patienten-Fußball hat sich das Maßregelvollzugszentrum Bad Rehburg die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Oktober erspielt.

    "Sieht ziemlich gut für uns aus", meinte Ton van den Born gegen Ende der Vorrunde. Zwei Mannschaften hatte Matthias Eckel dieses Mal trainiert – erstmals in der rund 20 Jahre andauernden Geschichte der Patientenmeisterschaften in Bad Rehburg. Eckel und van den Born sind die Motoren, wenn es um Fußball spielende Patienten in der Klinik geht. Beide sind sie Mitarbeiter dort. Während Eckel mehr für das Training der Patienten verantwortlich zeichnet, kümmert sich van den Born um die Organisation der Norddeutschen Meisterschaft. Dass die beiden Männer nun zum ersten Mal gleich zwei Mannschaften ins Rennen schicken können, mag mit der derzeitigen Struktur in der Klinik zusammenhängen. Oder auch damit, dass die Fußballer der Ehrgeiz gepackt hat: in 2014 wurden sie Deutscher Meister. Das brachte ihnen nicht nur einen Pokal ein, sondern beim Jahresempfang der Stadt Rehburg-Loccum auch noch eine Auszeichnung für außergewöhnliche Leistungen. Viele derjenigen, die den Meistertitel entgegen nahmen, spielen auch in diesem Jahr noch mit – in der ersten der beiden Mannschaften. Die ist es schließlich auch, die den zweiten Platz bei dieser Meisterschaft erringt. Während die erste Mannschaft sich auf dem Feld abmüht, hat die zweite nicht gerade resigniert, weiß aber doch schon um ihre relativ geringen Chancen. Auf die Frage in die Runde am Spielfeldrand beim Fußball-Palaver mit van den Born und Klinikchef Michael von der Haar folgt auf die Frage, ob sie denn Sieger würden, nur ein sachtes Grinsen und die Antwort: "Sieger der Herzen vielleicht." In gewissem Sinne sind sie das schließlich geworden: mit einem dritten Platz im Rennen um den Fair Play-Pokal. Sieger in dieser Disziplin wurde die Mannschaft aus dem Klinikum Wunstorf. Ein ordentlicher Trost war das, denn auf der Rangliste der Fußball-Mannschaften belegte Wunstorf an diesem Tag den letzten Platz. Den Sieg in der Norddeutschen Meisterschaft hingegen hat die Mannschaft aus dem Maßregelvollzugszentrum Brauel eingefahren. Sie wird ebenso wie die erste Mannschaft aus Bad Rehburg zur Deutschen Meisterschaft in Bad Hennef fahren dürfen. Begeistert war Ton van den Born erneut über die Bereitschaft des TuS Steyerberg, seinen Fußballplatz für die Meisterschaft zur Verfügung zu stellen. Mit ein wenig Wehmut sieht er lediglich den Abschied von Michael von der Haar. Der Klinikchef hat sich über rund 20 Jahre immer dafür eingesetzt, dass die Patientenmeisterschaften von der Bad Rehburger Klinik aus organisiert werden konnten. Zum Ende des Jahres wird von der Haar seinen Hut in Bad Rehburg nehmen. Von dessen Nachfolger erhofft sich van den Born, dass er eine ähnliche Begeisterung für Fußball mitbringt – und die Spiele weitergehen können. Foto: jan

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