Leopoldshöhe (kd). Auf ihrem Weg zur Leopoldshöher Grundschule Nord werden die Erstklässler jetzt besser von den Autofahrern gesehen. Die ADAC Stiftung "Gelber Engel" hat die Jungen und Mädchen mit Sicherheitswesten ausgestattet. Die Maßnahme ist notwendig, wie die Statistik zeigt. 2014 verunglückten rund 29.000 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr, 71 Kinder starben von ihnen. Bei Grundschülern zwischen dem sechsten und neunten Lebensjahr ist diese Bilanz ähnlich beschämend: 7.636 Kinder waren im vergangenen Jahr in Unfälle verwickelt, 14 von ihnen kamen dabei ums Leben. Alle 27 Minuten wird auf Deutschlands Straßen ein Kind von einem Auto erfasst. Je jünger die Kinder sind, desto schlechter können sie Gefahren richtig abschätzen. Auch werden sie aufgrund ihrer geringen Körpergröße schnell übersehen. Umso wichtiger ist es, die schwächsten Verkehrsteilnehmer für alle anderen deutlich sichtbar zu machen. Deswegen stattet die ADAC Stiftung "Gelber Engel" schon im sechsten Jahr rund 770.000 Schulanfänger an deutschen Grundschulen kostenfrei mit leuchtend gelben und werbefreien Westen aus. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit von Kindern geleistet. Die Sicherheitswesten sind nach Angaben des ADAC auf die Anforderungen der Erstklässler zugeschnitten. Die Umhänge glänzen durch einen hohen Anteil an Reflexmaterial, trotz ihres Schulranzens werden die Mädchen und Jungen gut gesehen. Die modische Kapuze hängt, wenn sie nicht auf dem Kopf getragen wird, leuchtend über dem Schulranzen. Die Eltern wurden angehalten, ihre Kinder gerade in der dunklen Jahreszeit auf dem Weg zur Schule, zum Spielplatz oder zu Freunden nicht ohne Sicherheitsweste aus dem Haus gehen zu lassen. In der Dämmerung wird ein dunkel gekleidetes Kind erst aus 25 Meter Entfernung erkannt. Mit heller Kleidung erhöht sich die Distanz auf 40 Meter. Trägt das Kind jedoch eine reflektierende Sicherheitsweste, können es andere Verkehrsteilnehmer bereits aus bis zu 140 Metern sehen – also erheblich früher als ohne Weste. "Wir beteiligen uns bereits seit einigen Jahren an dieser tollen Aktion", sagte Cornelia Schmidt. "Und wie wir es beobachten, werden die Sicherheitswesten auch getragen und liegen nicht irgendwo in der Ecke herum". In diesen Tagen werden in OWL an 376 Grund- und Förderschulen insgesamt 19.746 Schulanfänger mit den Westen ausgestattet.
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Sicherheit durch Sichtbarkeit
Erstklässlern erhielten reflektierende Westen
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