Kreis Lippe. 2,4 Milliarden Euro – so viel Geld kann in Nordrhein-Westfalen im Zeitraum von 2014 bis 2020 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung – kurz EFRE-Fonds – verteilt werden, um Regionen und deren Projekte zu fördern. Damit ein möglichst hoher Teil dieser Summe nach Lippe und Ostwestfalen-Lippe fließt, hat der Kreis Lippe in den letzten Monaten hart gearbeitet. In Absprache und Zusammenar beit mit der Stadt Bielefeld und den anderen Kreisen wurden Anfang 2015 insgesamt über 30 Anträge aus OWL gestellt, 18 von ihnen stammen entweder aus Lippe oder der Kreis Lippe ist an ihnen als Partner beteiligt. "Um zukunftsweisende Projekte in unserer Region umzusetzen, ist ein Werben um Fördermittel unerlässlich. Wenn wir uns nicht um diese zusätzlichen Gelder bemühen, dann landen diese anderswo. Die Vergabekriterien sind streng, weshalb es einen großen Kraftakt erfordert, um entsprechende Zusagen zu erhalten", erläutert Günter Weigel, Leiter der Wirtschaftsförderung des Kreises Lippe. Mehrere Wochen nehme das Ausarbeiten eines einzelnen EFRE-Antrags in Anspruch. "Die vielen Stunden Arbeit, die darauf verwandt wurden, bringen schon jetzt mehrere Millionen Euro nach Lippe – und noch wurde nicht über alle Anträge entschieden", betont Landrat Friedel Heuwinkel. Auch Ideen und Pläne, die in der Erarbeitungsphase des Entwicklungskonzeptes für den ländlichen Raum Kreis Lippe 2025 (EK 2025) durch das Zusammenwirken der Verwaltung, Politik und weiterer Akteure entstanden seien, habe man bereits in entsprechende EFRE-Anträge gießen können, so Lippes Landrat weiter. "Allein für den Förderbereich `Regionale Entwicklung´ werden jetzt zehn von zwölf vorgeschlagenen Projekten aus OWL gefördert. Acht sind davon mit lippischer Beteiligung und ein Neuntes, das `Smart Country Side´, ist ein Lippe originäres. Allein dieses Projekt hat ein Volumen von 800.000 Euro, wovon jetzt 80 Prozent gefördert werden", informiert Günter Weigel. Zur Erklärung: Im Rahmen von `Smart Country Side´ sollen mit Hilfe von innovativen IT-Lösungen beispielsweise neue Stadt-Land-Partnerschaften im Bereich E-Partizipation in den Regionen Lippe und Höxter geschaffen werden. "Ein Beispiel hierfür wäre, die zeitliche Koordinierung verschiedener Reisewünsche oder die automatische bedarfsgerechte Planung von Arzt-Sprechstunden in kleinen Orten", verdeutlicht der Kreiswirtschaftsförderer. Während sich im Förderbereich `Regionale Entwicklung´ also bereits einiges tut, hat die Landesregierung über die Verteilung der EFRE-Fördergelder im Bereich Tourismus noch nicht endgültig entschieden Aber auch hier stehen die Chancen für Lippe gut: Von 20 Anträgen aus OWL ist Lippe mit sechs eigenen und vier Partnerschaftsanträgen platziert. "Sind wir mit allen Anträgen erfolgreich, könnten wir in den nächsten Jahren mehrere Millionen Euro in die Förderung des Tourismus investieren. Ein Dank gilt jetzt aber in jedem Fall schon einmal den Kreismitarbeitern, die durch ihr Wirken dafür gesorgt haben, dass Lippe in puncto bewilligte Fördergelder einen Spitzenplatz einnimmt", fasst Lippes Landrat Friedel Heuwinkel an.
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Mindestens neun regionale Projekte erhalten Geld
Lippe erfolgreichster OWL-Kreis beim Wettbewerb
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