1. Kunst, Kultur und Kulinarisches

    Kreis und Landeskirche feiern Projektabschluss von "Zusammenleben gelingt"

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    Kreis Lippe. Wie leben Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kultur in Lippe zusammen? Wie und an welchen Orten begegnen sie sich im Alltag? Wo funktioniert das Miteinander schon besonders gut, und an welchen Stellen können vielleicht noch Verbesserungen erzielt werden? Diese und viele weitere spannende Fragen rund um die Themen Migration und Integration hatten den Kreis Lippe und die Lippische Landeskirche im vergangenen Jahr dazu bewogen, gemeinsam die Kampagne "Zusammenleben gelingt" ins Leben zu rufen. Es folgten facettenreiche Projekte und Aktionen, etwa ein ökumenisches Friedensgebet mit Menschen aller Konfessionen in Lemgo, eine interkulturelle Kunstausstellung für Frauen unterschiedlichster nationaler und kultureller Herkunft oder ein orientalischer Kochabend mit deutschen und kurdischen Teilnehmern.

    Jetzt, gut zwölf Monate nach der großen Auftaktveranstaltung im Detmolder Kreishaus, haben sich die Initiatoren und Teilnehmer von "Zusammenleben gelingt" wieder an gleicher Stelle getroffen, um die Kampagne mit einem kleinen Fest gebührend Revue passieren zu lassen. Neben stimmiger Musik, einer Tanzvorführung und multikulturellen Speisen, bestand für die Gäste bei unterschiedlichen Talkrunden zudem die Gelegenheit, ihre Gedanken und Erfahrungen auszutauschen. "Lippe ist eine bunte, lebendige Region, die von Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen geprägt und gelebt wird. Die Kampagne hat uns gezeigt, auf welchen ganz verschiedenen Wegen und Formen bereits ein intensives Miteinander stattfindet. Diese Erfahrungen sind für uns natürlich auch unter dem Stichwort Willkommenskultur immens wichtig, wenn es zum Beispiel darum geht, die vielen Neubürger am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen, die in diesen Wochen und Monaten in Lippe ankommen", erklärte Lippes Landrat Friedel Heuwinkel. "Als wir die Kampagne geplant haben, wussten wir, dass wir ein wichtiges Thema für unsere Region angehen. Wie sehr es allerdings noch an zusätzlicher Aktualität gewinnen würde, konnten wir nicht ahnen. Die Kampagne hat dabei auf schöne Weise gezeigt, dass viele Menschen in Lippe bereit sind, sich für ein gutes Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion zu engagieren. Und es hat sich gezeigt, dass da ehrenamtlich und hauptamtlich ganz viel Fantasie eingebracht wird, um dieses Miteinander zu gestalten. Dafür können wir nur dankbar sein und darauf setzen, dass es auch für die Zukunft trägt", fügte Dietmar Arends, Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche an. Neben einem Blick auf die Ergebnisse des vergangenen Projektjahres, richteten die Teilnehmer die Inhalte ihrer Gespräche aber auch auf die Zukunft: Wegen des großen Erfolgs und der großen Resonanz auf die einzelnen Veranstaltungen, soll "Zusammenleben gelingt" auch nach Ende des ursprünglichen angesetzten Projektzeitraums weitergeführt werden. In welcher Form, darüber wollen die Initiatoren und Projektbeteiligten jetzt zeitnah miteinander diskutieren. "Es ist ungemein wichtig, dass wir jetzt gemeinsam `am Ball´ bleiben, denn die Kampagne hat auch gezeigt, dass einzelne Projekte durchaus das Potential haben, dauerhaft umgesetzt zu werden und somit einen Teil zum Miteinander in Lippe beizutragen", erklärt Landrat Friedel Heuwinkel. Ein Beispiel ist das Projekt "Coffee to stay", organisiert durch die Evangelische Frauenarbeit und der Kirchengemeinde Heiden. Hier kommen junge Frauen aus der Region, meist im Alter zwischen 18 und 30 Jahren, in lockerer aber geschützter Atmosphäre mit jungen Frauen zusammen, die als Flüchtlinge nach Lippe gekommen sind. Aus den ersten losen Treffen im Herbst vergangenen Jahres, haben sich mittlerweile feste Termine mit vielen Teilnehmerinnen entwickelt. "Angesichts immer neuer Flüchtlingsströme rund um den Erdball, soll unter dem Titel `Coffee to stay´ ein Zeichen für die Gastfreundschaft und den kulturellen Austausch gesetzt werden. Wir möchten dabei vor allem das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur in den Mittelpunkt stellen", beschreibt Pfarrerin Brigitte Fenner, die das Projekt leitet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter "www.kreis-lippe.de" oder "www.lippische-landeskirche.de". Fragen zum Thema beantworten Sabine Hartmann, Referentin für ökumenisches Lernen der Lippischen Landeskirche unter der Rufnummer (05231) 976864 sowie Sabine Beine, Integrationsbeauftragte des Kreises Lippe, unter der Rufnummer (05231) 623790.

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