1. "Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel"

    "Zickenkrieg" dreier Diktatorengattinnen im Kurtheater

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    Bad Salzuflen. Stalin hat es getan, Mao, Khomeini und Saddam Hussein ebenso: Sie alle haben zur Feder gegriffen, um auch als Dichter unsterblich zu werden. Zwei Zeilen aus einem Gedicht von Gaddafi, mit dem er sich selbst zum einsamen, vom Volke unverstandenen Herrscher stilisiert, hat Theresia Walser als Titel ihres neuen Stücks übernommen. "Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel" ist eine satirische Komödie um drei Ehefrauen ehemaliger Diktatoren, die am Freitag, 2. Oktober, um 19.30 Uhr im Kur- und Stadttheater an der Parkstraße in Bad Salzuflen zum Auftakt der neuen Saison der städtischen "Schauspiel"-Reihe gegeben wird. Karten im Vorverkauf zu 16 bis 29 Euro gibt es an der Theaterkasse der Kurverwaltung, Telefon (05222) 952-909, und bei der Bürgerberatung im Rathaus. Die Gattin eines Exdiktators hat es nicht leicht. Eben noch war sie eine große Nummer, hat angenehm mit Stalin geplaudert, mit Gaddafi getanzt oder sich von Castro hofieren lassen, schon ist sie abgesägt und ins Exil verbannt. Drei ewig-gestrige Damen warten in dieser Komödie gemeinsam mit ihrem Dolmetscher auf eine anberaumte Pressekonferenz und versprühen eine gehörige Portion Gift und Galle. Theresia Walsers Lust an maliziösen Formulierungen macht "Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel" zu einem gemeinen, bösartig-hintergründigen Spaß und zu einem gefundenen Fressen für vier Vollblutschauspielerinnen und -schauspieler: Doris Kunstmann (Frau Imelda), Saskia Valencia (Frau Leila), Reinhild Solf (Frau Margot) und Sebastian Hölz (Dolmetscher Gottfried). Genüsslich lassen diese vier in der Inszenierung von Hans Hollmann für das Euro-Studio Landgraf in kürzesten Abständen eine verbale Gemeinheit auf die nächste folgen – zum Vergnügen des Publikums.

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