1. Für Chemieunfälle in
Zukunft besser gerüstet

    Feuerwehr Lauenau probt den Ernstfall in Schutzanzügen

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    LAUENAU (al). Bereits mehrfach sind die hiesigen Feuerwehren zu Unfällen mit Gefahrgut gerufen worden. Um künftig noch besser gerüstet zu sein, hatten die Lauenauer Brandbekämpfer eine Zugübung organisiert: Das Szenario könnte durchaus Wirklichkeit werden. Durch schlechte Sicherung der Ladung sollte auf einem Kleintransporter mehrere Gebinde umgefallen sein, wobei sich Kaliumcyanid und Salzsäure miteinander vermischten. Beim Eintreffen der Helfer waren Fahrer und Beifahrer nicht mehr ansprechbar. Neben dem Löschangriff und dem üblichen weiträumigen Absperren der Unglücksstelle ging es insbesondere um die Arbeiten unter Chemikalienschutzanzügen: Die verunfallten Güter mussten ohne weiteren Schaden für die Umwelt geborgen werden. Zudem war die verletzte Person von den chemischen Verunreinigungen ebenso zu befreien wie später die eingesetzten Gegenstände und Kleidungen. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Stefan Ostermeyer und Zugführer Mirko Lattwesen, die sich die Übung ausgedacht hatten, achteten darüber hinaus insbesondere auf die Kommunikation innerhalb des Löschzugs sowie von dort zum Einsatzleitwagen und zu den Angriffstrupps. Nach der Übung bezeichnete Lattwesen die Arbeit seiner Kameraden als "vollen Erfolg". Zum ersten Mal war das Dienstkonzept umgestellt worden. Bislang waren Themen in der Theorie behandelt worden, um danach die Praxis folgen zu lassen. Diesmal wurde zunächst der Einsatz geübt, um hinterher die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam zu erarbeiten.

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