Detmold (pro). Einrad statt Zweirad: Am vergangenen Wochenende fanden sich im Hangar 21 am Charles-Lindbergh-Ring 160 Teilnehmer jeden Alters zusammen, um aus den 6. Einradtagen an Ort und Stelle eine große Sportparty zu machen. Traditionell hatten auch in diesem Jahr Doris Beins und Jens Heuwinkel wieder das Ruder der Organisation übernommen und mit vielen helfenden Händen zwei abwechslungsreiche Tage gestaltet. Dabei hatten nicht wenige Teilnehmer längere Anreisezeiten und nahmen am Samstagabend in großer Zahl die Detmolder Jugendherberge für sich ein. Von den jüngsten Teilnehmern bis zu Eltern, die ebenfalls auf den Geschmack des Einradfahrens gekommen waren, spannte sich die Bandbreite der Anwesenden. Unter ihnen beispielsweise Lea Siebelt, Mareike Diembeck und Annika Lünstroth vom TV Werther 04: Vor drei Jahren traten die Freundinnen zusammen in die Einradgruppe ein, inzwischen ist Mareike volljährig geworden und hat den Trainerschein erworben. In ihrer Abteilung trainiert sie nun offiziell auch die jüngeren Einsteiger und ist die Älteste der Gruppe. Gemeinsam studieren sie unter anderem Choreographien ein, bei zwanzig Mitgliedern im Training werde allerdings nach Lernstand unterteilt trainiert. "So kann jeder da weiterkommen, wo er gerade mit der Trainingsleistung steht", erklärt Mareike. Die drei haben sich zudem eine eigene Einheit reserviert, um besonders schwierige Figuren für die Kür in Wettbewerben zu erarbeiten. Wie vielfältig die Welt des Einradsports ist, berichtete auch Jens Heuwinkel im Detail: "Oft hat man dieses klassische Bild von Mädchen, die im Kreis fahren im Kopf – das ist aber in Wirklichkeit viel mehr!" Vereine entdecken die Sportart zwar noch relativ frisch für eigene Abteilungen, jedoch gibt es bereits eine deutsche Liga in der Disziplin Hockey. Auf den Detmolder Einradtagen waren insgesamt etwa 10 Vereine, vor allem aus dem Westen der Republik und dem ostwestfälisch-lippischen Umland vertreten. Der DJK Stadtlohn war gleich mit 46 Personen angereist, wie die Elternteile Michael Simon und Sarah Kölker erzählten. Ohne die Unterstützung der Eltern sei eine derartige Veranstaltung auch nicht zu realisieren, gab Jens Heuwinkel zu bedenken – die Mehrheit der Angemeldeten sei noch minderjährig und auf logistische Unterstützung angewiesen. Die Qualität des Programms zeichnete sich wie bereits in vorherigen Ausgaben auch dadurch aus, dass man für die angebotenen Workshops deutsche und sogar international gefragte Einrad-Profis gewinnen konnte, wie den neunfachen "Trial"-Europameister und einfachen Weltmeister Márk Fábian aus Budapest (Ungarn). Er bereicherte die "Skills", die technischen Fähigkeiten, seiner Schützlinge um einige Tipps und Tricks zum Auf- und Abspringen von Europaletten oder Rohren. Den Abschluss des Samstags bildete eine Teilnehmer-Gala, den Sonntag beendeten alle gemeinsam mit einer Vorführ-Aktion auf dem Detmolder Marktplatz.
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Die Kunst des Gleichgewichts
Einradtage im Hangar 21 mit vielen jungen Talenten
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