1. Werke von Vivaldi

    Michaelischor Hiddesen trat auf

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    Detmold. Dass Waisenhäuser berühmt werden aufgrund ausgezeichneter musikalischer Aktivitäten, hat wohl eher Seltenheitswert. Im Venedig des 18. Jahrhunderts gab es solche Häuser - und am berühmtesten war das "Ospedale della Pietá". Dessen Instrumentallehrer und späterer Leiter: Antonio Vivaldi (1678 – 1741).

    Drei kirchlichen Werken, die am "Ospedale" entstanden sind, hat jüngst der Michaelischor Hiddesen unter Leitung von Annette Schmidt-Höngen einen Konzertabend in St. Michael im Kampe gewidmet. Zur Aufführung kamen das Magnificat RV 610, "Ostro picta, armata spina", Introduzione al Gloria RV 642 und das bekannte Gloria RV 589. Der Chor wurde begleitet vom Kammerorchester "La Réjouissance" mit Gregor van den Boom als Konzertmeister. Schon die ersten warm und füllig vom Chor intonierten Takte des Magnificats nahmen den Zuhörer in eine Spannung mit, die alle neun in sich geschlossenen Abschnitte dieses Werkes anhielt. Die Art, wie dann die "italienisch" aufblühende Chromatik gestaltet wurde, die feinen dynamischen Abstufungen und die sehr organisch und sensibel geführten Bögen bestätigten dann vollends, was die Chorleiterin Annette Schmidt-Höngen - seit einem Jahr im Amt – aus dem Chor gemacht hat. Ebenso wie die lyrischen, überzeugten auch die schnellen, rhyth misch betonten Sätze, die in beiden Chorwerken mit federnder Leichtigkeit, großer Transparenz und Sauberkeit der Intonation dargeboten wurden. Das Orchester erwies sich dabei als einfühlsamer Partner und wurde souverän unterstützt durch den Organisten der Gemeinde, Michael Schmidt.

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