Detmold-Hiddesen (gh). Eine besondere Attraktion fand am vergangenen Samstag in Hiddesen auf der "Osterfeuerwiese" an der Hindenburgstraße statt. Ein Heißluftballon wurde startklar gemacht und hob mit drei Hiddesern und dem Ballonkapitän zu einer Abenteuer-Fahrt ab. An Bord, beziehungsweise im Korb, waren Holger Müller, Martin Schneider und Wolfang Driller, die drei Gewinner einer Verlosung der Werbegemeinschaft-Hiddesen. Ballonfahr-Weltmeister Wilhelm Eimers kam aus Duisburg und wegen des Regenwetters verspätete sich sein Eintreffen in Hiddesen, wo er von vielen Zuschauern schon mit Spannung erwartet wurde. Aufgrund trüber Wetterverhältnisse war zunächst nicht ganz klar, ob es einen Start geben würde. In der Wartezeit konnten besonders die Kinder mit einem Luftballon-Wettbewerb vergnügt werden. Außerdem gab es Getränke, Bratwurst und musikalische Unterhaltung. "Wir sind alle gespannt, welcher Ballon am weitesten fliegt", sagte Volker Asendorf (Vorstand der Werbegemeinschaft). Wilhelm Eimers verkündete nach kurzer Rede und Erklärungen zu dem mitgeführten Equipment, dass er das Wetterradar genauestens studiert hatte und somit ein Start gen Osten erfolgen könne. Eimers ist einer der erfahrensten Ballonfahrer weltweit und er hat kürzlich bei einem der härtesten Ballonrennen der Welt, in Vichy/Frankreich den Weltmeistertitel errungen. "Aus einem Kindheitserlebnis bin ich zur Ballonfahrt gekommen und inzwischen bin ich schon in vielen Ländern gewesen, sogar bis hoch zum Nordkap", erklärte er. Die drei Gewinner wurden gleich in die Teamarbeit eingespannt und halfen mit, den Korb aus dem Anhänger zu ziehen und anschließend die Ballonhülle auszubreiten. Mit einem großen Ventilator wurde Luft reingeblasen und als die Hülle sich ballonförmig wölbte, kam Gas aus dem Ballon-Brenner hinzu. Kinder und Erwachsene staunten nicht schlecht, als sich der Ballon aufrichtete und sofort konnten alle Mitfahrer in den Korb steigen. Ruckzuck ging es nach oben und der Ballon schwebte über Hiddesen-Ost davon. Die Fahrt ging über das Freilichtmuseum, Heiligenkirchen, vorbei an den Externsteinen bis nach Vinsebeck. Insgesamt legte der Ballon exakt 16,57 Kilometer zurück. Von oben bot sich den vier Ballonfahrern eine tolle Sicht und sogar Rehe konnten von dort oben beobachtet werden. Die Landung erfolgte sanft und der Ballonpilot Wilhelm Eimers hatte zum Abschluss noch eine kleine Überraschung in petto: Die Ballonfahrt-Taufe wurde zelebriert. Parallel zur Ballonfahrt fuhr Gunter Schmidt das Auto mit dem Spezialanhänger zur Landestelle, wo umgehend alles wieder verpackt wurde.
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Von Hiddesen bis Vinsebeck
Gewinner erleben im Heißluftballon die Lippe von oben
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