1. "Mitte" für Rehburg

    Stadtplatz nimmt erste Hürde im Rehburger Ortsrat

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    REHBURG (jan). Große Pläne bestehen in Rehburg für die Gestaltung eines Stadtplatzes zwischen der evangelischen Kirche und dem Rathskeller. Der Ortsrat hat diesen Plänen einhellig zugestimmt. Eine "Visitenkarte für Rehburg" solle der Platz werden, führte Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke in der jüngsten Sitzung des Ortsrates aus und warb für die Planung. Das zentral gelegene Grundstück hatte die Stadt vor einigen Jahren gekauft, favorisierte dort zunächst Wohnbebauung und schwenkte dann dazu um, einen zentralen Platz für viele Nutzungen einzurichten. Diese Nutzungen umfassen im an der Heidtorstraße gelegenen Bereich zunächst eine kleine hochwertige Platz-Situation, hinter der sich eine Multifunktionsfläche anschließen soll – einerseits geeignet für Parkplätze, andererseits aber auch für Veranstaltungen. So soll etwa die Giebelwand des auf der Grenze anschließenden Gemeindehauses als Projektionsfläche dienen, auf der beispielsweise Filme im Freien gezeigt werden könnten. Direkt davor soll eine Bühne gebaut werden. Das lässt Spielraum für weitere Nutzungen. Auf dem Teilstück direkt hinter dem Rathskeller ist ein eingeschossiges Gebäude geplant. Dieses solle zum einen die derzeit noch im Obergeschoss des Rathskellers untergebrachte Stadtbücherei aufnehmen, sagte Franke. Zum anderen solle es aber auch einen kleinen Bewirtschaftungsbereich, Lagerfläche und Sanitäranlagen erhalten – um so den davor gelegenen Platz als Biergarten nutzen zu können. Noch ein Stück weiter zurück und angrenzend an den parallel zur Heidtorstraße verlaufenden Wirtschaftsweg "Heineken Pohle" ist eine Fläche geplant, auf der Teile des jährlichen Frühjahrsmarktes mit Wirtschaftsschau Platz finden sollen. Für das daneben gelegene Grundstück, das im Eigentum der Kirchengemeinde sei, gebe es vielversprechende Gespräche mit dem Kirchenvorstand, sagte Franke. Auch dort soll Frühjahrsmarkt gefeiert werden können. Was auf diesen Plätzen von dem Markt nicht untergebracht werden kann, möchte die Verwaltung "auf die Straße" bringen, den Markt also zumindest teilweise auf der Durchgangsstraße durch Rehburg feiern. Mit den Erdarbeiten will Franke möglichst noch in diesem Jahr beginnen und das aus gutem Grund: zwei Drittel der Maßnahme sollen über das Förderprogramm "Aktive Orts- und Stadtteilzentren" finanziert werden, in dem Rehburg seit einigen Jahren aufgenommen ist. Da bislang keines der größeren Vorhaben innerhalb dieses Programms über den Planungsstand hinaus gekommen ist, sukzessive aber Geld aus den Mittelanmeldungen bereits an die Stadt geflossen ist, müssten 582.000 Euro zum Ende des Jahres zunächst zurückgezahlt werden, sofern kein Verwendungsnachweis erbracht wird. Nach ersten Kostenermittlungen rechne die Stadt damit, dass das Anlegen der diversen Platzsituationen rund 2,4 Millionen Euro, der Hochbau rund 400.000 Euro kosten werde, sagte Franke. Er gehe allerdings davon aus, dass diese Kosten bei näherer Betrachtung noch um einiges reduziert werden könnten. Dass diese Planungen für die Stadt insgesamt gut seien, sehe er schon so, meldete sich Ortsratsmitglied Ernst Busse (CDU) zu Wort. Er habe aber Bedenken, ob alle Kollegen aus dem Stadtrat auch für die Planungen zu gewinnen seien. Es sei seit Jahrzehnten gängige Praxis in der Stadt, entgegnete Franke, Förderprogramme zu nutzen, um zu investieren "und dann aber auch richtig". Der Rehburger Ortsrat steht hinter dem Konzept und stimmte ihm einstimmig zu. Die nächsten Hürden auf dem Weg zur Umsetzung stehen bald an: das Votum des Bauausschusses wird am 29. September eingeholt. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat in seiner Sitzung am 7. Oktober. Foto: jan

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