1. Mehr Sicherheit fürs Personal

    Rettungsdienst im Kreis Lippe erhält neue Strukturen

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Kreis Lippe/Elbrinxen. Der Arbeitgeber wechselt, doch der Arbeitsplatz bleibt: Insgesamt 83 Rettungsassistenten des Deutschen Roten Kreuzes werden ab dem 1. Januar 2016 beim Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe angestellt sein. Neun von ihnen werden in der Rettungswache in Lügde-Elbrinxen stationiert sein. Dort wurden sie jetzt von Landrat Friedel Heuwinkel und Katrin Buhr, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Lügde, offiziell willkommen geheißen.

    Im März dieses Jahres hatte der lippische Kreistag beschlossen, den Rettungsdienst des Kreises punktuell neu zu organisieren. Dieser Beschluss beinhaltete, dass der Kreis künftig fünf Rettungswachen mit eigenem Personal betreiben wird, die vorher in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) geführt wurden. "Die Verträge für die entsprechenden Wachen wären mittelfristig ausgelaufen und wir hätten dann neu ausschreiben müssen. Um einen Rettungsdienst aus einer Hand und auf hohem Niveau zu gewährleisten, haben wir uns nach einer gründlichen Abwägung aller Vor- und Nachteile letztendlich dazu entschlossen, die Wachen selbst zu betreiben. Durch die jetzt vollzogene Neuorganisation wird der Gesamtbestand an Personal und Fahrzeugen zudem nicht verändert, da sich die Vorhaltezeiten im Bedarfsplan an der Nachfrage der Hilfe, unabhängig von der Trägerschaft der Wachen, ausrichten", erklärt Meinolf Haase, Regiebetriebsleiter Bevölkerungsschutz beim Kreis Lippe. Die Neustrukturierung im Detail: Der Betrieb der Rettungswachen in Bad Salzuflen, in Barntrup-Alverdissen, in Kalletal-Hohenhausen und in Lemgo geht ab dem 1. Januar 2016 vom Kreisverband Lippe des DRK auf den Kreis Lippe über. Der Betrieb des in der Wache Lemgo stationierten Intensivtransportwagens und des zweiten Notarztfahrzeuges sind allerdings von der Neuorganisation ausgenommen und werden weiterhin in der Regie des Regionalverbandes der Johanniter Unfall Hilfe Lippe-Höxter verbleiben. Den Betrieb der Rettungswache in Lügde-Elbrinxen übernimmt der Kreis ebenfalls zum 1. Januar 2016 vom Kreisverband Weserbergland des DRK. Die bisher dort tätigen Mitarbeiter verbleiben jetzt fest an diesem Standort. Bisher waren sie nicht nur in Elbrinxen, sondern auch im Wechsel in niedersächsichen Standorten des DRK beschäftigt. "Unser Dank gilt in erster Linie den Mitarbeitern des DRK, die in der Vergangenheit immer eine hervorragende Arbeit geleistet haben und mit dem nun vollzogenen Schritt ihren Dienst auch weiterhin an gewohnter Stelle verrichten können. Die Umsetzung läuft derzeitig zwischen allen Beteiligten reibungslos", sagt Lippes Landrat Friedel Heuwinkel. "Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir die Rettungswache hier vor Ort haben und sie mit dieser jetzt getroffenen Entscheidung seitens des Kreises auch noch viele Jahre hier bleiben wird", fügt Katrin Buhr an. Aus wirtschaftlicher Sicht werde die Neuorganisation in Hinblick auf den Kreishaushalt planerisch kostenneutral verlaufen, so Heuwinkel weiter. Zur Erklärung: Die Personal- und Sachkosten im Bereich des Rettungsdienstes werden in vollem Umfang durch die Rettungsdienstgebühren gedeckt, die von den Krankenkassen erstattet werden. Derzeit verfügt der Kreis Lippe über die günstigsten Rettungsgebühren pro Einsatzfall in OWL.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an