1. Der Lach-Geysir bricht aus

    Improtheater "Springmaus" bietet vortreffliche Unterhaltung

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    Bad Salzuflen (cp). Sie hatten noch gar nicht richtig losgelegt, da lag das Publikum schon vor Lachen am Boden: Auf Einladung der Stadtwerke Bad Salzuflen hat das Improvisationstheater "Die Springmäuse" den Zuschauern im Kur- und Stadttheater einen äußert vergnüglichen Abend bereitet. Mit unnachahmlichem Mienenspiel und rheinisch-derbem, aber dennoch intelligentem Humor entlockten die Bonner ihren Gäste immer wieder – ganz untypisch für die sonst eher zurückhaltenden Lipper – lautstarkes Gelächter und enthemmtes Gekicher. Es bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als überrascht loszulachen, wenn die Gruppe die spontanen Zurufe aus dem Publikum unverzüglich und mit beeindruckendem Einfallsreichtum auf der Bühne umsetzte. Da wechselten Norbert Frieling und Vera Passy mitten in einer Szene auf Knopfdruck vom Deutschen ins "Kasachische", Alexis Kara schlug als Gebärdendolmetscher ein Rad, um das Wort "Ratschlag" zu übersetzen, und eine langweilige Tätigkeit wie Holzhacken wurde, dargeboten im Stile eines Horrorfilms oder Drama à la Hamlet, als Volksmusik-Schmachtfetzen oder RocknRoll-Song inklusive Schuhplattler und Twist, mir nichts, dir nichts zum Lacherfolg.

    Als besonderen Clou bauen die "Springäuse" in ihr in Programm "Bääm – Die Gameshow" immer wieder lokale Bezüge ein. In Bad Salzuflen gibt es einen Geysir, der für Unmut sorgt? Gefundenes Fressen für die Urgesteine des Improvisationstheaters: In fast allen ihrer kleinen Szenen kam dem umstrittenen Brunnen eine kleine Rolle zu. Genau wie dem derzeitigen Bad Salzufler Top-Thema, der Bürgermeisterwahl – nur dass die bei den "Springmäusen" deutlich lustiger ausfiel als in der Realität.

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