1. Zum Totlachen

    Comedian "Der Tod" begeistert im Kesselhaus

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    Lemgo (ur). Voller hat man das Lemgoer Kesselhaus noch nie gesehen. Mit 180 Besuchern bis auf den letzten Platz ausverkauft, begeisterte das Soloprogramm des Comedians "Der Tod" (auch "Todi" genannt) sein Publikum. Als Warm-Up-Act trat zunächst "Das blühende Leben" bunt und fröhlich kostümiert auf, denn –"auf das Leben folgt der Tod" und "egal wie lange das Leben dauert, Hauptsache, es ist schön bunt". Nachdem die Zeit des Lebens abgelaufen war, kam mit der "Highway to hell"-Melodie von ACDC der Tod auf die Bühne. In schwarzer Kutte und tief ins Gesicht gezogener Kapuze füllte die dunkle Gestalt den Abend mit Geschichten über den Tod, Kuriositäten von seinen Abenteuern als Animateur auf Mallorca und skurrilen – aber tatsächlich existierenden – Sprüchen auf Grabsteinen wie "Er war ein guter Ehemann, ein guter Vater aber ein schlechter Elektriker". Bittbriefe, die an ihn gesendet werden, las er ebenso vor, wie das humoristische Anliegen, doch mal unliebsamen Zeitgenossen einen Besuch abzustatten. "Meine Lieblingssängerin Amy Winehouse ist tot, mein Lieblingskomiker Loriot ist tot, meine Lieblingsmannschaft ist Bayern München…", honorierten die Zuschauer mit lautem Gelächter. Auch Lieblingslieder des Todes wurden auf Blockflöte, Melodica und gesanglich interpretiert. "Killing me softly", "Don’t worry", "The final countdown", der "Holzmichel" (wobei ihm hier der Refrain nicht so gefiel) und natürlich das allgegenwärtige "Atemlos" von Helene Fischer wurden interpretiert. Die Gestalt "Der Tod" gibt es jetzt seit 4 Jahren, und in der Zeit hat sich der Künstler, dessen Name unbekannt ist, mittlerweile eine große Fangemeinde und einen weit verbreiteten Ruf geschaffen, so dass er heutzutage eher vor größerem Publikum auftritt. Aber auch im Sterbehospiz oder auf einer Kreuzfahrt tritt die Figur "Der Tod" auf. Da der Tod "einen schlechten Ruf hat, befindet er sich derzeit auf einer Image-Kampagne". Denn "der Tod kann auch eine Erlösung sein – Verheiratete wissen, wovon ich rede". Und da ihm sein Image-Berater geraten hat, dass er den Leuten die Angst nehmen solle, machte der Tod mit seiner Show den Tod sympathisch, zeigte mit einem Büschel rotglänzender, praller Radieschen, wie schön diese doch von unten aussehen können und bereitete das begeisterte Publikum auf das "Pa-Radieschen" vor. Mit der "Sense-to-go", seinen Helfern Exitussi und der Fingerpuppe Mautzi, der KamiKatze des Todes, unterhielt der Comedian sein Publikum rund zweieinhalb Stunden bestens. Nahezu jeder, der anschließend das Kesselhaus verließ, wusste anschließend, dass der Tod doch eigentlich ein guter Kerl ist, der für die Menschen nur das Beste will.

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