1. Zuckerrohrmühle liefert wieder

    "Alavanyo" hat sich an Hilfsprojekt "100 x 1.000" beteiligt

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    Detmold (ab). Im November 2013 richtete der Taifun "Haiyan" auf den Philippinen schlimme Verwüstungen an. Dabei wurde auch eine Zuckerrohrmühle zerstört, die für den Fairen Handel produziert hat. In einer gemeinsamen Initiative haben 100 Eine-Welt-Läden Geld gespendet, so dass die Mühle wieder aufgebaut werden konnte. Auch "Alavanyo" hat mitgemacht. Die deutsche Fair-Trade-Genossenschaft dwp hatte ihre Partner aufgerufen, sich an der Aktion "100 x 1.000" zu beteiligen. Einhundert Weltläden sollten jeweils 1.000 Euro spenden. Soviel brauche es, um vor Ort ein Stück Land zu pachten und den Wiederaufbau zu finanzieren, erklärt Irmgard Rottmann von "Alavanyo". Mit Soforthilfe allein sei den Menschen nicht geholfen. Sie müssen wieder Zucker produzieren, um Einnahmen zu haben, so die Idee hinter dem Hilfsprojekt. Die 100.000 Euro sind also eher Hilfe zur Selbsthilfe, um vor Ort wieder Strukturen zu schaffen. Rund 50 Kleinbauern auf der Insel Panay haben sich zusammengeschlossen, helfen sich mit Arbeitskräften gegenseitig aus und organisieren den Transport des Zuckers gemeinsam, erklärt Susanne Wagner. Mittlerweile wächst wieder Zuckerrohr auf den Plantagen und die neue Mühle produziert wieder den "Mascobado"-Rohrzucker (wörtlich übersetzt: "Muskelarbeit"). Der werde "aus dem besten Zuckerrohr hergestellt, das auf den Philippinen wächst", sagt Irmgard Rottmann. Angebaut wird er nach den Kriterien des Ökolandbaus; nach dem Neustart braucht es aber 3 Jahre, bevor es wieder das entsprechende Siegel gibt. Die 1.000-Euro-Spende stammt aus dem Überschuss, den "Alavanyo" durch den Verkauf fair gehandelter Waren erwirtschaftet, also aus dem, "was uns die Kunden bescheren", sagt Christa Goeken. Es zeigt sich: Fairer Handel ist eben mehr als nur mit gutem Gewissen einzukaufen. Mittlerweile ist die erste Lieferung des neuen Rohrzuckers beim Eine-Welt-Laden in Detmold eingetroffen und steht in den Verkaufsregalen. Die ehrenamtliche Arbeitsgemeinschaft "Alavanyo" stellt am Samstag, 26. September, von 9.30 bis 13 Uhr im Eine-Welt-Laden an der Bruchstraße 2 a (hinter der Sparkasse) das "Fairhandelsprojekt 100 x 1.000" vor. Eine kleine Bilderausstellung zeigt den Weg von der Zerstörung zur neu gebauten Zuckermühle. Aktionstag am Samstag Zu den Rhythmen der Trommelgruppe "Lolonyo" können Besucher sich außerdem über neue Waren wie ökofaire Reinigungsmittel informieren und fair gehandelten Kaffee, Tee und Saft genießen. "Fairer Handel schafft Transparenz" lautet das diesjährige Motto der Fairen Woche in Deutschland, die zum 14. Mal stattfindet. Vom 11. bis zum 25. September wird diesmal auf das Problem der mangelnden Transparenz in konventionellen Wertschöpfungsketten aufmerksam gemacht. Transparenz ist eines der Grundprinzipien des Fairen Handels, ebenso wie eine vertrauensvolle Partnerschaft zwischen allen Akteuren.

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