1. Für denkmalpflegerisches Engagement

    HVV verlieh zum 2. Mal die Rudolf-Günther-Medaille

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    Bad Salzuflen . Passend am Vorabend zum Tag des offenen Denkmals verlieh der Heimat- und Verschönerungsverein Bad Salzuflen (HVV) zum 2. Mal die Rudolf-Günther-Medaille. Mit der Auszeichnung soll ein hervorragendes Engagement für den Erhalt der historischen Bausubstanz in Bad Salzuflen gewürdigt werden. Preisträger in diesem Jahr sind die Eheleute Dr. Dörte und Dr. Tilman Oest für das ihnen gehörende Haus Roonstraße 21 sowie die Firma Kramp und Kramp für ihr vielfältiges denkmalpflegerisches Engagement in Bad Salzuflen. Schon im Vorjahr gab es zwei Preisträger. In diesem Jahr gingen über ein Dutzend Vorschläge beim HVV ein. "Die Jury-Sitzung hat lange gedauert, hat aber allen Mitgliedern viel Freude gemacht", verriet Dr. Stefan Wiesekopsieker, Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins in seiner Ansprache zur Verleihung der Auszeichnung im historischen Rathaus. Die Eheleute Oest haben sich daran gemacht, das bis vor einigen Jahren noch als Pension genutzte Baudenkmal zu neuem Leben zu erwecken. Errichtet wurde das Gebäude 1909 von August Diestelmeier, der lange in den Diensten der Stadt als Rechnungsführer tätig war. "Sie haben das Haus denkmalgerecht auf Vordermann gebracht", sagte Dr. Wiesekopsieker in seiner Laudatio. "Wenn eine Baumaßnahme schön und wertig ausgefallen ist, dann waren Sie in der Regel federführend beteiligt", hieß es an den Preisträger Kramp und Kramp gerichtet. Besonders gelungen sei der Fachfirma die Sanierung und Umnutzung des Hauses Schuseil an der Wenkenstraße/Ecke Turmstraße. "Sie haben in diesem nicht einfachen Innenstadtbereich etwas Wundervolles geschaffen", hieß es aus der Jury-Begründung. Seit seiner Gründung im Jahr 1876 sieht sich der HVV dem Erhalt des historisch gewachsenen Ortsbildes und damit dem Denkmalschutz verpflichtet. Nun wurde zum 2. Mal die Rudolf-Günther-Medaille, benannt nach einem bedeutenden Salzufler Architekten (1880–1941), verliehen. Historische Gebäude will der HVV mit seinen aktuell über 700 Mitgliedern geschützt wissen. Denn ein mit historischer Bausubstanz durchsetztes Stadtbild sei ein wesentlicher Faktor, weshalb die Menschen gerne in Bad Salzuflen leben beziehungsweise nach Bad Salzuflen kommen. Wiesekopsieker: "Touristen kommen nicht, weil wir einen Lidl-, Netto- oder Promarkt vorhalten." Geschäfte seien zwar auch wichtig, aber das historisch gewachsene Stadtbild dürfe nicht aufgegeben werden, so der HVV-Vorsitzende.

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