1. Fachleute für die Leichte Sprache

    Es gibt ein neues Informationsblatt für Menschen mit Behinderung

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    Detmold (ck). Der folgende Artikel wurde in Leichter Sprache geschrieben und von einer Arbeits-Gruppe auf Verständlichkeit geprüft. Ab sofort gibt es das neue Info-Heft von der Beratung für Menschen mit Behinderung. Das Info-Heft ist in Leichter Sprache geschrieben. Eine Arbeits-Gruppe hat das Info-Heft in Leichte Sprache übersetzt. Die Beratung für Menschen mit Behinderung bietet diese Arbeits-Gruppe an. Die Beraterinnen Sonja Wagner und Stephanie Kleine leiten den Kurs. Sie haben eine Weiter-Bildung gemacht. Dort haben sie viel über die Leichte Sprache gelernt. In der Arbeits-Gruppe sind Menschen mit Lern-Schwierigkeiten oder anderen Behinderungen. Die Menschen arbeiten in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Gemeinsam arbeitet die Gruppe seit einem Jahr mit der Leichten Sprache. Das Info-Heft wird an vielen Stellen ausgelegt. Zum Beispiel: in Schulen, Kindergärten, im Kreis-Haus, im Bürger-Service der Stadt Detmold. Die Leichte Sprache hat Regeln. Zum Beispiel: keine Fremd-Wörter schreiben, lange Wörter trennen, Zahlen nicht ausschreiben. Es werden kurze Sätze geschrieben. Jeder neue Satz kommt in eine neue Zeile. Leider können wir hier nicht alle Regeln anwenden. Seit Oktober 2014 trifft sich die Gruppe. Alle 14 Tage findet die arbeits-begleitende Maßnahme statt. Sie dauert dann 2 Stunden. "Wir haben die Texte reihum vorgelesen. Das Info-Blatt ist jetzt ganz leicht zu verstehen. Das gilt auch für alte Menschen und Ausländer," sagt Michael Mehltretter. "Wir haben auch Texte über die deutsche Geschichte gelesen und das Gelesene in die Leichte Sprache übersetzt", erzählt Ramona Skrotzki begeistert. "Wir suchen immer "‚das schwere Wort der Woche’ und übersetzen es", sagt die Gruppe. Geplant ist ein eigenes kleines Wörter-Buch. "Wenn wir etwas nicht verstehen, zeigen wir die Rote Karte. Darauf steht: "Halt, Leichte Sprache!", erklärt die Gruppe weiter. Den Teil-Nehmern macht die Arbeit in der Gruppe viel Spaß. Sie wollen alle weiter teilnehmen. "Wir möchten gerne weitermachen – uns gefällt es!" Alle reden miteinander. Sie lernen zuzuhören. Margret Schöneberger erzählt: "Ich war früher sehr schüchtern!" Durch die Arbeits-Gruppe hat sie gelernt frei zu reden. Sie traut sich jetzt auch vor Gruppen zu sprechen. Die Teil-Nehmer lernen zuzuhören und die richtigen Fragen zu stellen. So werden die Texte in die Leichte Sprache übersetzt. Die Fach-Leute für Leichte Sprache müssen die Texte prüfen. Erst dann sind es Texte in Leichter Sprache. "Wir sind jetzt im 2.Jahr. Im letzten Jahr wurden wir durch die "Aktion Mensch" gefördert, erzählt Wagner. Mittlerweile ist das Projekt eine arbeits-begleitende Maßnahme und wir erhalten große Unterstützung durch die Lebenshilfe Detmold", erklärt Sonja Wagner. Die Beratungs-Stelle sowie die Gruppen-Teilnehmer hoffen darauf, dass durch das Info-Heft viele Menschen ins Haus kommen werden, um die Beratung zu nutzen. In dem Info-Heft steht, welche Hilfen sie bekommen können. Zum Beispiel Informationen zu den Themen: Selbst-Bestimmung, Freizeit-Aktivitäten, persönliches Geld, Arbeits-Möglichkeiten, Wohn-Möglichkeiten. Hilfe beim Schreiben von Anträgen. Sie können mit einem Gebärden-Dolmetscher zur Beratung kommen. Die Beratung ist auf Wunsch in Leichter Sprache. Es gibt neue Öffnungs-Zeiten. Ab sofort: Dienstag von 15 bis 17 Uhr und Donnerstag von 9 bis 11 Uhr. In der Beratungs-Stelle am Wall 5 in Detmold. Man kann auch anrufen und einen Termin vereinbaren. Die Telefon-Nummer ist (05 23 1) 60 24 95. Montags von 15 bis 17 Uhr ist die Beratung im Bürger-Service des Kreis-Hauses, Felix-Fechenbach-Straße 5. Die Telefon-Nummer ist einfach: 115.

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